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Augustiner baut in Freiham Abfüllanlage für ihr Bier

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Neben dem Logistikzentrum in Freiham will Augustiner ein Abfüllzentrum für sein Bier errichten.
Neben dem Logistikzentrum in Freiham will Augustiner ein Abfüllzentrum für sein Bier errichten. © rea

Die Augustiner-Brauerei erweitert ihren Standort. Zwei Neubauten sollen im Gewerbegebiet entstehen. Bier wird im Westen Münchens allerdings nicht erzeugt.

Freiham - Die Augustiner-Brauerei baut ihren Standort im Süden des Gewerbegebiets Freiham aus. An der Ludwig-Schmid-Straße soll in einem rechteckigen, 23 Meter hohen, dreigeschossigen Bau mit Flachdach ein neues Abfüllzentrum für Bier entstehen. Es wird über eine Transportbrücke im Obergeschoss mit dem bestehenden Logistikzentrum, das zudem um einen Anbau oder ein Hochregallager erweitert werden soll, verbunden sein. Südlich der Abfüllanlage ist eine weitere, zwölf Meter hohe Lagerhalle mit Tiefgarage geplant. Die Flächen von Augustiner in Freiham werden sich dadurch mehr als verdoppeln.

Freiham: Gelände der Augustiner-Brauerei an der Landsberger Straße zu klein, um steigende Nachfrage nach Flaschenbier zu bedienen

Grund für die Erweiterung ist, dass sich zwei weitere Abfüllanlagen, die notwendig sind, aus Denkmalschutz- und Platzgründen nicht auf dem Betriebsgelände an der Landsberger Straße verwirklichen lassen. Zudem wäre der zusätzliche Lieferverkehr dort nicht mehr abwickelbar, so die Brauerei. Das Projekt in Freiham soll innerhalb der nächsten zehn Jahre verwirklicht werden.

Die Dächer der Neubauten sollen begrünt und mit Photovoltaikanlagen bestückt werden. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur und Landschaft wird Augustiner außerdem Ackerflächen westlich des Standorts aufwerten und dort einen Wald sowie Grünland anlegen. Doch das ist nicht das einzige Projekt von Augustiner im Westen: Einige 100 Meter entfernt saniert die Brauerei das Gut Freiham.

Freiham: Bezirksausschuss Aubing begrüßt Pläne von Augustiner für neue Abfüllanlage

Weil der südliche Teil des Geländes im Gewerbegebiet Freiham als Wald ausgewiesen ist und im nördlichen Teil maximal zwölf Meter hohe Gebäude zulässig sind, müssen aber vorher der Flächennutzung- und Bebauungsplan geändert werden.

Der Bezirksausschuss Aubing begrüßt das. „Der Streifen zwischen der vorhandenen Bebauung der Augustiner-Logistik und A96 bietet sich hierzu hervorragend an“, meinte BA-Chef Sebastian Kriesel (CSU). Robert Brenner (SPD) verwies auf die gute Erreichbarkeit durch den Autobahnanschluss. Manfred Spannagl (CSU) begrüßte, dass durch die Erweiterung rund 200 neue Arbeitsplätze entstehen würden. Das Gremium wünscht sich aber einen möglichst klima- und umweltschonenden Betrieb beispielsweise durch den Einsatz erneuerbarer Energien und Abwärme-Nutzung. Außerdem müsse Augustiner auf dem Betriebsgelände ausreichend Lastwagen-Stellplätze bereitstellen.

Nicht überall wird Augustiner mit so offenen Armen empfangen. In Au-Haidhausen sorgen die Pläne der Brauerei, eine Gastronomie im Maxwerk zu eröffnen, für Protest der Viertelpolitiker.

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