Projekt auf der Zielgeraden: Bis zu 30 000 Euro aus dem BA-Budget dafür vorgesehen

Stadtteilpolitiker wollen Schülerkunst für den S-Bahnhof Untermenzing

Vor der Neugestaltung der S-Bahnunterführung Untermenzing müssen Schmierereien entfernt werden.
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Vor der Neugestaltung der S-Bahnunterführung Untermenzing müssen Schmierereien und die alte Farbschicht entfernt werden.

Wenn alles klappt, wird der S-Bahnhof Untermenzing im Juli sein Gesicht verändern: Im Auftrag des BA Allach-Untermenzing sollen Berufsschüler die Wände umgestalten.

  • BA Allach-Untermenzing will künstlerische Gestaltung mit bis zu 30 000 Euro bezuschussen
  • Schüler der städtischen Berufsschule für Farbe und Gestaltung haben Entwurf erarbeitet
  • Stadtteilmotive von damals und heute anstelle von Schmierereien am S-Bahnhof Untermenzing

Untermenzing - Eine Klasse der städtischen Berufs- und Meisterschule für Farbe und Gestaltung soll aus der Unterführung und dem Aufgang zum S-Bahnhof Untermenzing ein Kunstwerk machen. Der BA Allach-Untermenzig hat sich in seiner jüngsten Sitzung für den Schülerentwurf ausgesprochen und will für das Projekt bis zu 30 000 Euro bereitstellen. Ein Beschluss über den genauen Betrag steht noch aus.

Kombination aus historischen Motiven und dem Stadtteilleben heute

Die 19 angehenden Farb- und Lacktechniker im Alter zwischen 19 und 28 Jahren und ihr Lehrer Matthias Weinzierl befassen sich schon seit über einem Jahr mit dem Konzept. „Es ist ein Highlight für uns alle, wenn man die pädagogische Arbeit mit echten Projekten verbinden kann“, so Weinzierl. Die Motive sollen sowohl den „lebendigen, schönen Stadtteil von heute, wo sich Menschen zusammenfinden“ widerspiegeln als auch markante historische Gebäude und Details zeigen, erklärte der Projektleiter bei der Präsentation des Konzepts im BA.

So möchten die Schüler die Unterführung und die Zugangsrampe zum S-Bahnhof Untermenzing gestalten.

Das Projekt könnte noch scheitern - vor allem wegen Corona

Jetzt sind er und seine Schüler auf der Zielgeraden. Für die Realisierung vor Ort sind zwei Wochen im Juli reserviert. Die konkreten Vorbereitungen laufen. Allerdings könne immer noch etwas dazwischenkommen, mahnt Weinzierl nach den Erfahrungen des vergangenen Corona-Jahres. „Euphorisch werden wir erst, wenn es wirklich losgeht.“ Sollte beispielsweise wieder Distanzunterricht vorgeschrieben werden, wäre die Arbeit vor Ort im Juli nicht zu leisten und seine Abschlussklasse, die so viel Arbeit in die Entwürfe gesteckt habe, verlasse im Sommer die Schule, erläutert Weinzierl.

Lange Leinwand: die Zugangsrampe zum S-Bahnhof Untermenzing.

Der BA hofft sehr, dass es nun klappt. Das Gremium hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Mehrere Künstler hatten in den vergangenen Jahren Entwürfe für die Umgestaltung der Unterführung eingereicht (Hallo berichtete), konnten die Stadtteilpolitiker aber nicht überzeugen. 2019 kam dann die Idee auf, Berufsschüler mit einem Konzept zu betrauen. Das Ergebnis kam jetzt (bei zwei grünen Gegenstimmen) beim BA gut an.

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Kommentare

Nozomi07Antwort
(0)(0)

Sicher? Ich kenne auch einige Stellen, wo das funktioniert, wo die Grafittiszene Respekt vor hat. Das ist nach Lokaliät aber wohl unterschiedlich.

"Rausgeworfenes Geld" finde ich gute Gestaltung nicht. Sollen wir alles verlottern lassen, nur um Geld zu sparen? Irgendwie wäre das traurig.

Struppi Wuff
(0)(0)

30.000 € rausgeworfenes geld ... nach 2 wochen schauts wieder so aus ...