Badesaison an Seen und Flüssen in Bayern beginnt – DLRG gibt Tipps zur Sicherheit im Wasser

Die Rettungsschwimmer der DLRG sind in der Badesaison an Seen und Flüssen in Bayern im Einsatz und geben Tipps zur Sicherheit im Wasser. Was zu beachten ist...
München – Die Badesaison an den Seen, Flüssen und Freibädern in Bayern beginnt und die Rettungsschwimmer der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind wieder im Einsatz. Die Retter raten zur Besonnenheit sowie Vorsicht im Wasser und geben Tipps zur Sicherheit.
DLRG-Rettungsschwimmer zur Badesaison an Seen und Flüssen in Bayern im Einsatz
An den Seen in Bayern sorgen ehrenamtliche Rettungsschwimmer für Sicherheit. Wenn an der Rettungsstation die rot-gelbe Flagge gehisst ist, bedeutet das nach internationalem Standard: Die Retter sind einsatzbereit.
An unbewachten Seen und Flüssen ereignen sich doch immer wieder Unfälle. „Wenn es dieses Jahr wieder Hitzeperioden gibt, müssen wir leider wie schon so oft mit zahlreichen Ertrinkungstoten rechnen. Vor allem an unbewachten Stellen ist das Risiko um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen“, warnt Manuel Friedrich, Präsident der DLRG Bayern.
Wasser kann tückisch sein und Gefahren bergen. Besonders sei laut DLRG auf Kinder zu achten, da viele über die monatelange Schließung der Schwimmbäder nicht schwimmen lernen konnten.
Eltern sollten kleine Kinder am und im Wasser daher nie aus den Augen lassen und sich etwa vom Handy ablenken lassen. Auf ihrer Website zeigt die DLRG in einem Video, wie man seinem Kind das Schwimmen selbst beibringen kann sowie die aktuellen Baderegeln.
Badesaison an Seen und Flüssen in Bayern - DLRG gibt Tipps zur Sicherheit im Wasser
- Nur an bewachten Badestellen schwimmen gehen. Warnhinweise wie „Steilufer“ beachten.
- Nur gemeinsam mit anderen oder unter Aufsicht schwimmen.
- Die eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen; nicht übermütig werden.
- Auch nach mehreren warmen Tagen ist zunächst nur die Wasseroberfläche angenehm warm. Tiefe Gewässer wie Baggerseen sind immer noch kalt. Das kann zu Unterkühlung und Krämpfen führen und lebensgefährlich werden.
- Nie in unbekannte Gewässer springen. Nur an ausgewiesenen Sprungbereichen ins Wasser springen. Kopfsprünge in Ufernähe oder im flachen Wasser können lebensgefährlich sein oder schwerste, dauerhafte Schäden wie Querschnittslähmung nach sich ziehen.
- An Baggerseen kann das Ufer nach wenigen Metern steil abfallen, ohne dass man es sieht. Für Nichtschwimmer ist das eine Todesfalle!
- Ein Bad im Fluss oder eine Bootsfahrt können harmlos aussehen, aber auch gefährlich sein: Die Kälte des Wassers lässt die Kräfte sehr schnell schwinden und an steilen, bewachsenen Ufern kann
- man sich oft nicht mehr ans Land retten. Strömungen und Brückenpfeiler sind tödliche Risiken.
- Senioren sollten zuvor mit Arzt sprechen, vor allem wenn einmal eine Erkrankung von Herz oder Kreislauf vorlag.
- Keinen Alkohol trinken vor dem Baden. Denn er kann dazu führen, dass man seine Kräfte überschätzt.
Meine news
DLRG-Rettungsschwimmer im Einsatz
Die Einsatzkräfte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) haben in Bayern im Vorjahr 132 Menschen vor dem Tod bewahrt. Das teilte die DLRG laut dpa mit. Außerdem wurden sie zu mehr als 4500 Hilfeleistungen gerufen, dazu gehörten auch Erste-Hilfe-Maßnahmen wie etwa Wundversorgung im Strandbereich. Mehr als 360.000 Stunden Wasserrettungsdienst absolvierten demnach die Rettungsschwimmer der DLRG.
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