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Platz 2 beim Bildungsmonitor: Bayern liegt mit Bildungssystem in Deutschland vorne ‒ es gibt aber auch Kritik

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Von: Jonas Hönle

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Schüler in einer Klasse
Bayerns Bildungssystem belegt Platz 2 in Deutschland. (Symbolbild) © Robert Michael/dpa

Laut einer aktuellen Studie liegt Bayerns Bildungssystem in Deutschland weit vorne - auch bei der Digitalisierung. Wer auf Platz eins liegt und wo es Kritik gibt...

Das Bildungssystem in Bayern belegt laut einer aktuellen Studie den zweiten Platz in Deutschland.

Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die von der Metall- und Elektro-Industrie finanziert wird. Spitzenreiter ist danach Sachsen, Platz drei belegt Thüringen.

Bayern erreichte laut der Studie in den Feldern Berufliche Bildung und Bildungsarmut den ersten Platz - bei Digitalisierung, Integration, Schulqualität und Forschungsorientierung den zweiten Platz.

Kritik äußerten die Autoren aufgrund der wenigen Ganztagsplätze in Kitas und Grundschulen. Hier landete der Freistaat nur auf Platz 13. Auch andere Studien rügen diese Felder beim bayerischen Bildungssystem seit Jahren.

Bayern hat laut Studie zweitbestes Bildungssystem in Deutschland

Die Bewertung des Bildungssystems erfolgt nach Angaben der Autoren ausdrücklich aus bildungsökonomischer Sicht. Bewertet wird, inwiefern die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern.

Bildungsmonitor

Der Bildungsmonitor wird seit 2004 jährlich im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erhoben. Die Initiative beschreibt sich selbst als überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall-und Elektro-Industrie finanziert.

„Bayerns erneuter zweiter Platz beim Bildungsmonitor bestätigt, dass wir bei der Bildung einen erfolgreichen Weg gehen. Garant für den bayerischen Erfolg sind dabei die hohe Schulqualität und die hervorragende berufliche Bildung“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Das zeige, dass Kinder und Jugendliche in Bayern bestens darauf vorbereitet würden, ihr späteres Leben mit Ausbildung oder Studium erfolgreich fortzusetzen.

Zum ersten Mal wurde im Bildungsmonitor die Digitalisierung betrachtet. Die Bedeutung digitaler Kompetenzen nehme in den kommenden Jahren deutlich zu, hieß es von den Autoren der Studie. Entsprechend relevant sei die Digitalisierung im Bildungssektor.

Bayerns zweiter Platz bei der Digitalisierung bestätige laut Piazolo, dass das Bildungssystem zukunftsorientiert ausgerichtet sei. „In Bayern werden nicht nur die technischen Rahmenbedingungen bereitgestellt, unsere Lehrkräfte setzen die digitalen Medien auch regelmäßig im Unterricht ein. Da die Digitalisierung alle Lebensbereiche zunehmend durchdringt, werden wir uns auf diesem zweiten Platz aber nicht ausruhen, sondern auch in Zukunft weiter in die Digitalisierung investieren“, betonte Piazolo.

Fast die Hälfte der Bildungssysteme in Deutschland haben sich verschlechtert

Die hohe Qualität der Schulbildung sei Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg und damit auch für die Fachkräftesicherung der Betriebe, sagte der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt.

Nach einem Schulabschluss biete die bayerische Wirtschaft den Schülern vielversprechende Chancen auf einen Ausbildungsplatz, sagte Brossardt.

Das gehe auch aus aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und der Sommerumfrage in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie hervor. „Derzeit kommen auf eine Bewerberin oder einen Bewerber in Bayern branchenübergreifend rechnerisch 1,66 offene Stellen.“ 92 Prozent der befragten Betriebe würden ihre Azubis in diesem Jahr übernehmen.

Schlusslicht im Ranking ist hinter Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt der Zwei-Städte-Staat Bremen. „In fast der Hälfte der Bundesländer haben sich die Bildungssysteme seit 2013 unterm Strich verschlechtert“, sagte der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hubertus Pellengahr.

An allen Schulen sollten nach Ansicht der Autoren Vergleichsarbeiten durchgeführt werden, um Wissenslücken systematisch zu ermitteln. Zudem müssten die Förderinfrastruktur ausgebaut und mehr Lehrkräfte in den sogenannten MINT-Fächern - Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - ausgebildet werden.

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