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Depression wegen Corona? Bericht des Gesundheitsministeriums zeigt Pandemie-Auswirkungen in Bayern

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Von: Benedikt Strobach

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Existenzängste, Perspektivlosigkeit und Depression: Die Corona-Pandemie wirkt sich in Bayern stark auf die Psyche der Menschen aus.
Existenzängste, Perspektivlosigkeit und Depression: Die Corona-Pandemie wirkt sich in Bayern stark auf die Psyche der Menschen aus. © Symbolfoto: dpa/Sina Schuldt

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf die Psyche vieler Menschen in Bayern aus. Das erklärt der Bayerische Psychiatriebericht. Depressionen und Ängste sind Folgen.

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat den ersten Bayerischen Psychiatriebericht veröffentlicht. Darin wird vor allem klar: Die Corona-Pandemie wirkt sich bei vielen Menschen im Freistaat auf die psychische Verfassung aus. „Bereits die Sorge vor einer Coronainfektion kann zu psychischen Beeinträchtigungen führen“, heißt es im Bericht. Häufig litten Personen unter den Folgen der Isolation im Lockdown und der sozialen Distanz. Auch wirtschaftliche Unsicherheit, materielle Notlagen, Existenzangst oder Perspektivlosigkeit kämen in der Pandemie oft auf - und das unabhängig vom Alter.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Depressionen und Ängste in Bayern wegen Corona? Psychiatriebericht zeigt schlimme Pandemie-Folgen auf

Depressionen und Angstsymptomen nähmen laut Studien in der Bevölkerung zu. „Weitere psychische Folgen der Pandemie und des Lockdowns können posttraumatischer Stress, Verwirrung, Niedergeschlagenheit, Wut und Ärger sowie Schlafbeschwerden sein.“ Zudem fühlten sich viele Personen einsam, was ein Risikofaktor für seelische Erkrankungen sei.

Im ersten Lockdown im März 2020 waren es zunächst vor allem Menschen, die in Heimen leben, sowie deren Angehörige, die unter den Besuchsverboten litten. Gerade jüngere Menschen wurden dann durch den langen zweiten Lockdown ab Herbst 2020 psychisch stark belastet. Hier sei jedoch die Studienlage noch nicht eindeutig, heißt es im Bericht.

Besonders stark betroffen seien Kinder, Jugendliche und Senioren sowie Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, nach überstandener Corona-Infektion und medizinisches Personal. Die Folgen sind etwa erhöhter Drogenkonsum (legal und illegal), Glücksspiel- oder Internetsucht.

Auf der anderen Seite habe die Pandemie manche Menschen aber auch stärker gemacht, weil sie an der Krise gewachsen seien und ihre Beziehungen zu anderen Menschen verbessert hätten.

Kinder, Jugendliche und Senioren in Bayern sind verstärkt von Depression und Ängsten seit der Corona-Pandemie betroffen

Kinder und Jugendliche reagierten jedoch verstärkt mit Angst und Depressionen auf Schulschließungen, die Verringerung sozialer Kontakte und dem Wegfall von Hobby- und Sportmöglichkeiten. Auch junge Erwachsene zeigten laut Bericht vermehrt Trauer und Depression.

Ältere Menschen sollten durch die strikten Vorschriften eigentlich besonders geschützt werden. Sie litten dadurch aber auch besonders stark unter Isolation, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit. Für über 75-Jährige sei die Angst vor einer Infektion teils regelrecht zu einer Todesangst geworden, heißt es: „Die Betroffenen können sich oftmals niemandem mitteilen und quälen sich mit der Erwartung, wegen Corona allein zu sterben.“ Besonders stark hiervon betroffen seien Menschen in Pflegeheimen.

Auch Menschen, die eine Corona-Erkrankung durchstanden haben, trifft es vermehrt: Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass das Virus im Zuge der Infektion neurologische und neuropsychiatrische Komplikationen wie Angststörungen, Depression, Vergesslichkeit und Delirium verursachen kann - und das auch noch Monate nach der Erkrankung.

Nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen etwas mehr als 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen und 28 Prozent der Erwachsenen in Deutschland psychische Auffälligkeiten oder Störungen.

dpa/lby/best

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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