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Bayern verschärft erneut Corona-Regeln ‒ Was jetzt für die Krankenhaus-Ampel, Hotspots und 3G-Prinzip gilt

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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, trifft nach der bayerischen Kabinettssitzung zu einer abschließenden Pressekonferenz ein.
Markus Söder verkündet nach der bayerischen Kabinettssitzung die verschärften Corona-Regeln. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Die Corona-Inzidenz steigt und Bayern verschärft die Pandemie-Regeln: Die Ampel zeigt früher Gelb, es gibt Maßnahmen für Hotspots und Änderungen bei Zutritt nach 3G.

In Bayern ist die vierte Corona-Welle in voller Fahrt. Die 7-Tage-Inzidenz hat vor kurzem Rekord-Werte erreicht und in den ersten Krankenhäuser gibt es keine freien Intensivbetten mehr und die Kliniken warnen vor Überlastung. Aus diesen Gründen hat das bayerische Kabinett am Mittwoch neue Corona-Maßnahmen beschlossen.

So kehrt die Corona-Maskenpflicht an Schulen in Bayern zurück ‒ auch im Unterricht.

Verschärfte Corona-Regeln in Bayern für die Krankenhaus-Ampel

Die Krankenhaus-Ampel in Bayern zeigt künftig bereits Gelb, wenn 450 Intensivbetten landesweit belegt sind. Am Mittwoch lag diese Zahl laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 488.

Damit gilt:

Seit Dienstag gelten in Bayern neue Quarantäneregeln - was sich ändert.

2G-Regel in Bayern bei roter Corona-Krankenhaus-Ampel

Rot zeigt die Corona-Ampel, wenn landesweit 600 Intensivbetten belegt sind. Dann soll flächendeckend auf 2G umgestellt werden. Ausnahme sind die Gastronomie und körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und Fußpflege, wo dann 3G plus gilt.

Das heißt: Der Restaurant- oder Friseurbesuch geht für Ungeimpfte und nicht Genesene nur noch mit PCR-Test. Am Arbeitsplatz gilt dann für Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten die 3G-Regel - Mitarbeiter müssen sich also mindestens testen lassen.

Corona-Regeln für Hotspots in Bayern abhängig von der 7-Tage-Inzidenz

Die Regeln einer roten Ampel gelten auch in den Corona-Hotspots.

Mehrere Landkreise und die Stadt Rosenheim in Oberbayern sowie der gesamte Regierungsbezirk Niederbayern hatten diesen Status bereits von sich aus ausgerufen.

Zusätzlich zählen alle Kreise und kreisfreien Städte als Hotspots, wo die Sieben-Tage-Inzidenz über 300 liegt und die Intensivbetten zu mindestens 80 Prozent ausgelastet sind. Am Mittwoch hatten bereits 27 der rund 100 Kreise und kreisfreien Städte diese Voraussetzungen erfüllt.

Neue Corona-Regeln für Alten und Pflegeheime in Bayern

Schon bei einer gelben Krankenhaus-Ampel sollen Pflegeeinrichtungen künftig zu einem Testregime verpflichtet werden können, das für Beschäftigte und Besucher gilt. Unabhängig davon haben erste Einrichtungen in Bayern Besuche unterbunden.

Die Landesregierung legt zusätzlich ein 35 Millionen Euro schweres Hilfsprogramm für Krankenhäuser auf, mit dem die besondere Leistung der Mitarbeiter besonders in der Pflege anerkannt werden soll. Demnach sollen Krankenhäuser pro Covid-19-Patient und Behandlungstag auf der Normalstation 50 Euro und auf der Intensivstation 100 Euro erhalten.

Die Krankenhäuser sind verpflichtet, mindestens 50 Prozent als Boni an ihre Mitarbeiter weiterzugeben - vornehmlich an das Pflegepersonal. Das Programm läuft die nächsten sechs Monate.

dpa/lby/jh

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