„Wir wissen nicht, was kommt“

Corona in Bayern: Noch kein Plan für das Schuljahr 2021/22, aber ein Ziel ‒ Durchgehender Präsenzunterricht

Präsenzunterricht in einer Schule.
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Das Ziel in Bayern für das Schuljahr 2021/22 ist durchgehender Präsenzunterricht. (Symbolbild)

Dieses Corona-Schuljahr war hart für Eltern, Schüler und Lehrkräften. Im nächsten Jahr ist das Ziel durchgehender Präsenzunterricht. Einen Plan gibt es in Bayern aber nicht.

  • Das Ziel an Bayerns Schulen im nächsten Jahr ist durchgehender Präsenzunterricht.
  • Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es aber noch keinen konkreten Plan für das Schuljahr 2021/22.
  • 2020/21 war hart für Lehrkräfte, Schüler und Eltern - Viel Kritik gab es an der Mathe-Abiturprüfung.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat für Bayerns Schulen das Ziel eines durchgehenden Präsenzunterrichtes für das nächste Schuljahr ausgegeben. Allerdings könne derzeit kein konkreter Handlungsplan für das Schuljahr 2021/22 aufgestellt werden.

„Wir wissen nicht, was kommt“, sagte Piazolo am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtages in München. Jetzt einen Plan aufzustellen, würde bedeuten, gegebenenfalls schnell von der Realität eingeholt zu werden.

Es könne etwa passieren, dass aufgrund der Entwicklung die Inzidenz-Werte nicht mehr die gleiche Bedeutung haben, wie in diesem Jahr. Auch die Frage, wie schwer die Krankheitsverläufe von Corona-Patienten dann sein werden, wie sich aggressivere Virusvarianten auswirken oder wie sich der Impffortschritt entwickle, könne Einfluss haben.

Piazolo räumte ein, dass es im zu Ende gehenden Schuljahr 2020/2021 Lernrückstände gegeben habe, die nicht in wenigen Wochen aufzuholen seien.

Die sogenannte Sommerschule während der großen Ferien, wo Schüler*innen Zusatzunterricht angeboten werde, könne dies nur zum Teil ausgleichen. Er regte an, auch ferienpädagogische Zusatzangebote von Jugendorganisationen anzunehmen.

Schüler in Bayern mit Online-Petition wegen umstrittener Mathe-Abiturprüfung in der Corona-Pandemie

Bei der umstrittenen Mathematik-Abiturprüfung des Jahrganges 2021 hat es nach den Worten von Piazolo ersten Erkenntnissen seines Ministeriums zufolge hinsichtlich der Ergebnisse keine großen Auffälligkeiten gegeben. „Die bisherigen Eindrücke sind, dass es nicht aus dem Rahmen fällt“, sagte er.

Allerdings stünden noch die Zweitkorrektur und das mündliche Ergebnis aus, so dass noch keine abschließenden Bewertungen möglich seien.

Die Abiturprüfung im Fach Mathematik war von vielen Schüler*innen als besonders schwierig empfunden worden, teilweise wurde der Vorwurf der Unfairness laut.

Tausende Schüler*innen hatten sich einer Online-Petition angeschlossen, um gegen die auch wegen der schwierigen Lernumstände in der Corona-Pandemie als hart empfundene Aufgabenstellung zu protestieren.

dpa/lby/jh

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