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Bayerns Wirte beklagen hohe Preise und sehen Branche nach Wegfall der Corona-Regeln erneut in der Krise

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Von: Jonas Hönle

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Eine Bedienung im Wirtshaus
Wirte in Bayern beklagen steigende Preise. (Symbolbild) © Angelika Warmuth/dpa

Die Preise in der Gastronomie und in den Hotels steigen, die Wirte in Bayern sehen die Branchen auch nach dem Wegfall der Corona-Regeln in der Krise. Was sie fordern...

Die Wirte in Bayern beklagen steigende Preise und sehen ihre Branche auch nach dem Ende der meisten Corona-Regeln erneut in der Krise.

„Die Kosten steigen wöchentlich, jeden Tag kommen Schreiben unserer Lieferanten, die Energieaufschläge verlangen und Teuerungen ankündigen. So schnell können wir die Speisekarten gar nicht anpassen„, sagte die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Angela Inselkammer, am Montag auf dem Frühlingsfest in München. „Die Lage ist auch bei uns sehr ernst.“

*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Ministerpräsident Markus Söder appellierte erneut an den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, das Oktoberfest in diesem Jahr stattfinden zu lassen. Der OB überlege noch. „Ich finde, wir sollten das tun“, sagte Söder. Drei Jahre hintereinander keine Wiesn wäre für München und Bayern nicht gut.

Auch nach Wegfall der Corona-Regeln in Gastronomie und Hotels - Wirte in Bayern sehen Branchen in der Krise und beklagen hohe Preise

In der Gastronomie und bei Ferien-Hotels habe es nach Ende der Corona-Beschränkungen zwar wieder mehr Gäste geben, aber Tagungs- und Stadthotellerie hätten es bis heute sehr schwer. „Auch die Preisanpassungen haben ihre Grenzen. Viele Gäste können sich dann einen Besuch in der Gastronomie oder einen Urlaub nicht mehr leisten“, sagte Inselkammer. Langfristige Buchungen blieben aus. Die Firmenkunden hielten sich mit Veranstaltungen zurück.

Die Corona-Pandemie sei für die Branche mit „zwölf Monaten Berufsverbot“ eine Katastrophe gewesen, sagte Inselkammer. Trotz staatlicher Hilfsprogramme und Kurzarbeit seien die Wunden noch nicht verheilt, sagte die Verbandspräsidentin und forderte leichtere Arbeitsgenehmigungen für ausländische Arbeitskräfte sowie flexiblere Regeln bei der Wochenarbeitszeit. Die Branche bringe nicht nur Geflüchtete unter, sondern biete ihnen auch Arbeit, betonte Inselkammer.

Söder habe im Bund vor zwei Jahren die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen auf 7 Prozent erreicht, sagte Inselkammer. Sie erwarte, dass die neue Bundesregierung es dabei auch über den 31. Dezember hinaus belasse. Bundeskanzler Olaf Scholz und Finanzminister Christian Lindner hätten ihr Wort gegeben. „Wir gehen auf die Straße, wenn es nicht kommt.“

Wenn die Bundesregierung „Unsummen überall“ zusage, dürfe nicht „den Unternehmern vor Ort, die Steuern zahlen und Beschäftigung bieten, die Luft zum Atmen genommen“ werden.

Die 340 000 Beschäftigten in bayerischen Hotels und Gaststätten bekommen seit April 7 Prozent mehr Lohn. Mit weiteren Lohnerhöhungen steigt der Bruttolohn einer ausgelernten Köchin bis April 2023 um 367 auf 2621 Euro.

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