Freistaat kauft Lizenz

Bayern setzt bei Kontakt-Nachverfolgung in der Corona-Krise auf Luca-App

Die Luca-App ist auf einem iPhone geöffnet.
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Die Luca-App ist auf einem iPhone geöffnet.

Zur Kontakt-Nachverfolgung und „Rückkehr zur Normalität“ für Gastronomie, Kultur und Sport setzt Bayern in der Corona-Krise auf die Luca-App. Wie sie funktioniert...

  • Bei Kontakt-Nachverfolgung setzt Bayern auf Luca-App.
  • Gesundheitsämter sollen damit Corona-Infektionen besser ermitteln können.
  • Freistaat kauft landesweite Lizenz - für Nutzer*innen ist Luca kostenlos.

Um die Kontakt-Nachverfolgung in der Corona-Krise zu verbessern, will Bayern die Luca-App nutzen. Der Freistaat kauft eine landesweite Lizenz und Nutzer*innen können sich die App kostenlos auf ihre Handys laden.

Luca habe sich bei einem Vergabeverfahren „unter anderem aufgrund ihres hohen Automatisierungsgrades und ihrer besseren Systemsicherheit“ durchgesetzt, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in München mit.

Bayern kauft Lizenz für Luca-App zur Kontakt-Nachverfolgung in der Corona-Krise

Die Luca-App funktioniert mit einer Art virtuellen Visitenkarte: Nutzer müssen zunächst ihre Kontaktdaten eingeben. Das Programm verschlüsselt die Informationen und generiert wechselnde QR-Codes. Mit den Codes können sich die Nutzer dann in Gastronomie, Kinos oder bei Sport- oder Kultur-Veranstaltungen anmelden, ohne sich in eine Liste eintragen zu müssen.

Tritt im Umfeld eine Corona-Infektion auf, kann das Gesundheitsamt die gefährdeten Besucher über die App ermitteln. Das Luca-System ist nämlich direkt an die von den Gesundheitsämtern genutzte Software Sormas angebunden. Für andere sind die persönlichen Daten nicht einsehbar.

Eine digitale Kontaktdatenerfassung sei „zentral für die schnelle Nachverfolgung und effektive Bekämpfung“ der Pandemie. Die App ermögliche eine „schrittweise Rückkehr zur Normalität“, vor allem im Bereich der Gastronomie, Kunst, Kultur und des Sports. Die Gesundheitsämter, die teilnehmenden Organisationen sowie Unternehmen könnten das System kostenfrei nutzen, hieß es.

Luca-App für Nutzer kostenlos - Bayern kauft Lizenz zur Kontakt-Nachverfolgung -

Auch die Anwender müssten für die Nutzung nichts bezahlen. Die App erleichtere die Kontakt-Nachverfolgung erheblich und ersetze damit die oftmals praktizierte Zettelwirtschaft mit handschriftlichen Anwesenheitslisten. Auch könnten Nutzer selbst direkt über die Luca-App eine Warnung erhalten, sobald sie mit einer bestätigt infizierten Person in Kontakt standen.

In Nürnberg wird die Luca-App schon genutzt. Auch einige Bundesländer setzen die App zur Nachverfolgung von Kontakten ein, darunter Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Baden-Württemberg. Weitere Länder planen den Einsatz.

Nach Kritik vom Chaos Computer Club ‒ Luca-App-Quellcode zur Corona-Kontaktnachverfolgung komplett online

dpa/epd/jh

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