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Bayern will bei Nachfolger für 9-Euro-Ticket nicht mitzahlen

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Auch im MVV-Raum soll man von Juli bis August für neun Euro je Monat fahren können.
Nur noch im August können die Münchner das 9-Euro-Ticket in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs nutzen (Symbolbild). © dpa/Sven Hoppe

Verkehrsminister Christian Bernreiter sieht Bund in der Pflicht - und fordert mehr Geld für ÖPNV. Kritik aus der Opposition. Grüne schlagen zwei Tickets als Nachfolger vor

München - Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter will ein mögliches Nachfolgeangebot für das 9-Euro-Ticket nicht mitzahlen. Bernreiter hatte der dpa am Samstag gesagt: „„In dieser außergewöhnlichen Situation muss der Bund für weitere Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger sorgen - und zwar ausschließlich der Bund.“ Die Länder zahlten schon für etliche Entlastungen des Bundes mit, „obwohl sie diese nicht angestoßen haben“.

9-Euro-Ticket: Scharfe Kritik aus Opposition

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Die Opposition kritisiert diese Haltung scharf. „Warum will sich die CSU nicht beteiligen? Damit in Bayern weiterhin alle Auto fahren?“, schrieb die Vize-Fraktionsvorsitzende der Landtags-SPD, Ruth Müller, auf Twitter. Grünen-Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol, Mitglied im Verkehrsausschuss, bezeichnete Bernreiter als „Totalausfall“.

Bei den Münchner war das 9-Euro-Ticket beliebt

Andere Länder signalisierten dagegen die Bereitschaft zur Mitfinanzierung. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Maike Schaefer (Grüne) erklärte, die Länder seien bereit, ein Nachfolgeangebot zum 9-Euro-Ticket mitzufinanzieren. Voraussetzung für eine solche Entscheidung wären aber Fakten, die Bundesminister Volker Wissing (FDP) bisher schuldig bleibe, sagte die Bremer Mobilitätssenatorin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

9-Euro-Ticket: Offene Fragen bei Nachfolgeticket

Als offene Fragen nannte Schaefer die Kosten für ein Nachfolgeticket, ob dieses bundesweit gelte und wie hoch der Länderanteil konkret sein solle. „Wenn Minister Wissing schon im September ein Nachfolgeticket am Start haben will, sollte er jetzt schleunigst liefern“, sagte die Grünen-Politikerin. Wissing ist offen für eine Fortführung des 9-Euro-Tickets. Seinem Ministerium zufolge ist für ein Nachfolgemodell aber die Bereitschaft der Länder mitentscheidend, sich finanziell zu beteiligen.

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Bayerns Verkehrsminister Bernreiter mahnt dagegen, dass die Länder mehr Geld für den Ausbau von Bus und Bahn benötigten. „Grundsätzlich wäre dann auch ein 365-Euro-Ticket im Sinne der Verkehrswende wünschenswert.“ Zudem forderte er eine Fortsetzung des Tankrabatts, da gerade Menschen auf dem Land vom 9-Euro-Ticket kaum oder nicht profitierten.

9-Euro-Ticket: Diese Vorschläge gibt es

Das befristete 9-Euro-Ticket wurde zur Entlastung der Menschen in Deutschland angesichts steigender Preise von der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP eingeführt. Es gilt von Juni bis August in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs. Der Bund steuert für die aktuelle Rabattaktion unter anderem 2,5 Milliarden Euro als Ausgleich für Einnahmeausfälle der Verkehrsanbieter bei.

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Führende Politiker der Grünen hatten in einem Konzeptpapier zwei Tickets als Nachfolger für das 9-Euro-Ticket vorgeschlagen: ein Regionalticket für 29 Euro und ein bundesweit gültiges Ticket für 49 Euro im Monat. Beide sollen nur für den Nah- und Regionalverkehr gelten. Zur Finanzierung wollen die Grünen das Dienstwagenprivileg beschneiden, mit dem Unternehmen Kosten für Firmenwagen steuerlich absetzen können.

dpa

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