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Bürgerversammlung in Ramersdorf

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Von: Roman Wintz

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Mehrere Personen sitzen auf Stühlen und schreiben auf einem Block.
Einmal jährlich versammeln sich Bürger eines Stadtteils, um die jeweiligen Anliegen zu besprechen. Die Einwohner Ramersdorfs haben sich in der Turnhalle getroffen. © Unsplash

In der Ramersdorfer Bürgerversammlung im Heinrich-Heine-Gymnasium wurden schöne und nicht so schöne Themen besprochen. Insgesamt war es ein gemütlicher Abend in kleiner Runde.

Auch in der Ramersdorfer Bürgerversammlung, die wenige Tage nach der Perlacher stattfand, wurden brisante Themen erörtert. Der Vorsitzende des Bezirksausschuss (BA) Ramersdorf-Perlach von der CSU, Thomas Kauer, stellte vor versammelter Mannschaft seinen Jahresbericht 2021 für den Bezirksteil vor. Treffpunkt war ebenfalls das Heinrich-Heine-Gymnasium in Neuperlach, geleitet wurde der Abend von ÖDP-Stadtrat Tobias Ruff.

Im ersten Kapitel von Kauers Agenda ging es um den Trambahnbetriebshof an der Ständlerstraße. „Der Trambahnbetriebshof war in den vergangenen Jahren immer Gegenstand der Bürgerversammlung und die Coronapause wurde genutzt um die Planungen noch einmal zu überdenken“, so Kauer einleitend. Es gebe die Notwendigkeit für einen zweiten Betriebshof. „Fündig ist man dort geworden, wo die Trambahnen bereits repariert werden.“ Was ist am Standort geplant? „Eine Abstellanlage und Werkstätten. Der Sportplatz und die Turnhalle fallen weg, das heißt, der SV Stadtwerke hat an dieser Stelle keine Zukunft mehr.“

Der BA-Chef erklärte weiter, dass aktuell eine neue Vorplanung erstellt werde, 2025 solle mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Den Punkt Lärmschutz betreffend seien drei bis sieben Meter hohe Lärmschutzwände sowie die Einhausung der Ein- und Ausfahrt der Abstellanlage geplant. In Bälde soll es zum Themenkomplex eine öffentliche Informationsveranstaltung und eine Bürgerbeteiligung zur Grünplanung geben.

Im zweiten Kapitel hat sich Thomas Kauer mit der Geothermie-Anlage auf dem Areal des Michaelibads beschäftigt. Wie schon in der Perlacher Bürgerversammlung ausführlich besprochen, laufen momentan die Planungen zum Projekt. „Um die vom Stadtrat beschlossene Wärme-Wende zu vollziehen, ist der Umstieg auf erneuerbare Energien und Geothermie vonnöten.“ In Ramersdorf-Perlach seien die geologische Strukturen hervorragend dafür geeignet, sagte Kauer.

2028 etwa solle der Betrieb aufgenommen werden. Im weiteren Verlauf ging der CSU-Lokalpolitiker auf die Bauvorhaben ein. „Zwischen Ayinger Straße und der Zornedinger Straße möchte die GEWOFAG etwa 245 neue Wohneinheiten bauen, 207 sollen abgerissen werden.“ Die Mieter würden bei Umzug und Wohnungssuche unterstützt, die Maßnahme soll zirka 2026 beginnen, erläuterte Kauer.

Auch das für Ramersdorf so typische Ensemble an der Führich- beziehungsweise Weiskopfstraße sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. „136 Wohneinheiten sollten dort entstehen, wogegen sich die Anwohner – vorerst erfolgreich – zur Wehr gesetzt haben.“ Das Gebiet ist mittlerweile als „schützenswert“ eingestuft und wird laut Kauer im kommenden Jahr noch einmal Thema sein.

Wie auch in der vorausgegangen Perlacher Versammlung ließ Kauer es sich nicht nehmen, mit den positiven Aspekten Ramersdorfs abzuschließen. Er nannte Punkte wie „Neue Realschule an der Aschauer Straße, „Mehrere Bushaltestellen wurden barrierefrei ausgebaut“, „Diverse Wege in Grünanlagen werden saniert“ oder „Kreuzung Ottobrunner Straße/Aribonenstraße/Mittlerer Ring ist für Radfahrer besser nutzbar.“

Roman Wintz

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