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Bund der Deutschen Katholischen Jugend wird 75 ‒ Für eine offenere und diverse Gemeinschaft

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Von: Sabina Kläsener

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„Liebe ist keine Sünde“: Das schreibt sich der Münchner BDKJ in der Preysingstraße auf die Fahne.
„Liebe ist keine Sünde“: Das schreibt sich der Münchner BDKJ in der Preysingstraße auf die Fahne. © BDKJ/Johanna Schwarzer

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend feiert sein 75-jähriges Jubiläum und fordert eine offenere, gleichberechtigte und diverse Gemeinschaft.

München - Katholisch, politisch, aktiv: Das ist seit 75 Jahren das Motto des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Das Jubiläum fällt in schwierige Zeiten für die katholische Kirche. „Aktuelle Ereignisse, wie das Segnungsverbot von gleichgeschlechtlichen Paaren aus dem Vatikan und das Gutachten zu sexualisierter Gewalt haben auch uns in der kirchlichen Jugendarbeit erschüttert“, erklärt Jana Wulf (28), Diözesanvorsitzende des BDKJ München und Freising.

Sie könne nachvollziehen, dass für viele diese Ereignisse Auslöser für den Kirchenaustritt waren. „Aber: Die Kirche braucht gerade kritische, engagierte Menschen für anstehende Veränderungen.“

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Bund der Deutschen Katholischen Jugend feiert 75-jähriges Bestehen: Gottesdienst und Ausstellung

Der Münchner Bund vertritt rund 102 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, setzt sich für deren politischen, sozialen und kirchlichen Interessen ein. Durch die Pandemie habe es eine gewissen Stagnation bei Mitgliedern in den Jugendverbänden gegeben, die sich laut Wulf bald geben wird, wenn Kinder wieder in die Gruppen reinschnuppern können.

Der BDKJ positioniert sich, denn für die Engagierten sei es selbstverständlich, dass alle Menschen von Gott gleich geliebt werden: „Egal, wen du liebst, egal, welchem Geschlecht du dich zugehörig fühlst – oder auch nicht zugehörig fühlst – du gehörst dazu.“ Das wird auch offen gezeigt: mit einem 40 Quadratmeter großen „Love is no sin“-Banner am Korbinianhaus in der Preysingstraße. Zentrale Forderung sei zudem die Gleichberechtigung von Frauen. Daher begrüße man den Vorstoß von Kardinal Marx, das Diakonat für Frauen zu öffnen: „Eine Entscheidung, die längst überfällig ist“, sagt Wulf.

Jana Wulf, Diözesanvorsitzende des BDKJ München und Freising.
Jana Wulf, Diözesanvorsitzende des BDKJ München und Freising. © BDKJ

Gefeiert wird das Jubiläum vom BDKJ München und Freising am Samstag, 23. Juli, ab 16 Uhr in und um die Jugendkirche, Preysingstraße 85, mit einem Gottesdienst, einem Festakt und einer Ausstellung über seine Geschichte.

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