1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Christkindlmärkte in München mit Corona-Regeln? OB Reiter will Entscheidung mit Nürnberg und Augsburg abstimmen

Erstellt:

Kommentare

Personen stehen auf einem Weihnachtsmarkt
Finden die Christkindlmärkte in München dieses Jahr mit Corona-Regeln statt? (Symbolbild) © HLV/Charly D.

Finden die Christkindlmärkte in München mit 2G-Regel, FFP2-Maskenpflicht und Gastro-Inseln statt, oder werden sie wegen der hohen Corona-Inzidenz komplett abgesagt?

Die Entscheidung, ob die Christkindlmärkte in München angesichts der stark steigenden Corona-Inzidenz abgesagt werden, könnte bereits am Dienstag fallen. Dann werde man das Thema im Krisenstab der Stadt intensiv diskutieren, sagte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag im Presseclub.

Christkindlmärkte in München trotz Corona? Entscheidung könnte Dienstag fallen

Wenn ihm dann die Gesundheitsbehörde sage, die Veranstaltung sei nicht verantwortbar, „dann werden wir auch nicht anders entscheiden“. Zudem will sich Reiter mit seinen Kollegen aus Nürnberg und Augsburg abstimmen.

Wenn die Entscheidung für Christkindelmärkte in München ausfällt, will OB Reiter sie unter Corona-Regeln stattfinden lassen. Das heißt konkret: Eine FFP2- Maskenpflicht und abgetrennte Gastro-Inseln, in denen 2G gelten soll - zu denen also nur Geimpfte und Genesene Zutritt hätten. Solche Gastro-Inseln hat auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gefordert.

Christkindlmärkte in Nürnberg und Augsburg sollen trotz Corona stattfinden

Die Christkindlmärkte in Nürnberg und Augsburg sollen auch angesichts steigender Corona-Infektionszahlen stattfinden.

Noch am Montag wolle Reiter sich mit den Oberbürgermeistern von Nürnberg und Augsburg zusammenschalten. Er habe mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) besprochen, bei solchen Entscheidungen die drei größten Städte in Bayern gerne „im Gleichlauf“ zu sehen. Zumal die Städte ähnliche Sieben-Tage-Inzidenzen hätten: München lag am Montag bei 334,7, Nürnberg bei 451,4 und Augsburg bei 520,6.

„Es gibt deutlich mehr Platz. Wir wollen Gedränge und Zusammenballungen vermeiden“, sagte der Nürnberger Wirtschaftsreferent Michael Fraas am Montag bei der Vorstellung der Pläne für den weltberühmten Markt in der Stadt. Die Planungen gälten für die derzeitigen Vorgaben der Staatsregierung, betonte er.

Anders als sonst sollen die Buden nicht nur auf dem Hauptmarkt stehen, sondern auf vier Plätze in der Altstadt verteilt werden. Auf ein Bühnenprogramm und Auftritte des Christkinds wird in Nürnberg verzichtet. Glühwein soll es nur in eigenen Gastrobereichen abseits der anderen Buden geben, in die nur Geimpfte und Genesene dürfen.

Auch in Augsburg wurden am Montag die Pläne zum Markt in der Stadt vorgestellt: Er soll laut Medienberichten räumlich entzerrt und zum Beispiel ohne Rahmenprogramm stattfinden.

OB Reiter: Corona-Lage in München ist „sehr, sehr dramatisch“

Zu den zuletzt wegen Personalengpässen deutlich zu niedrig angegebenen Corona-Zahlen in München sagte Reiter, die Werte würden voraussichtlich Ende der Woche wieder auf dem Laufenden sein. Er erwarte dann etwa 500 bis 600 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Noch am Freitag hatte die vom RKI offiziell gemeldete Inzidenz für München durch die Verzögerungen bei 124 gelegen, am Montag meldete die Behörde mehr als das Doppelte - auch dieser Wert ist Reiter zufolge aber zu niedrig.

Angesichts der sich derzeit teilweise bildenden Schlangen vor Impfangeboten betonte Reiter, dass es genug Impfstoff gebe. Es dauere nur etwas, auch die Personalkapazitäten hochzufahren. Bei den dauerhaften Corona-Impfstationen in München braucht es ab Dienstag einen Termin.

Die Corona-Situation bezeichnete Reiter als „sehr, sehr dramatisch“. Bei den Intensivbetten habe man die Kapazität nur deswegen nicht überschritten, weil durch die Ausrufung des Katastrophenfalls zusätzliche Betten geschaffen werden konnten. Auch von diesen seien aber bereits viele belegt.

dpa/lby/jh

Auch interessant

Kommentare