Maßnahmen für Reiserückkehrer möglich

Corona in Bayern: Holetschek auch nach Sommerferien für Maskenpflicht und Abstandsregeln

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) trägt eine FFP2-Maske bei der konstituierenden Sitzung der Bayerischen Impfkommission. Ein Ende der Corona-bedingten Maskenpflicht nach den Sommerferien sehe er nicht.
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) trägt eine FFP2-Maske bei der konstituierenden Sitzung der Bayerischen Impfkommission. Ein Ende der Corona-bedingten Maskenpflicht nach den Sommerferien sehe er nicht.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sieht auch nach den Sommerferien kein Ende der Corona-bedingten Maskenpflicht. Quarantäne für Reiserückkehrer möglich.

München - Klaus Holetschek (CSU), Gesundheitsminsiter in Bayern, sieht nach den Sommerferien kein Ende von Maskenpflicht oder Abstandsregeln. Um einen raschen Anstieg der Inzidenz-Werte zu verhindern spricht er sich zudem für Maßnahmen bei Reiserückkehrern aus. Das Testen sei wichtig, eine Quarantäne möglich.

Corona Bayern: Holetschek für Maskenpflicht nach Sommerferien - Testen von Reiserückkehrern wichtig, Quarantäne möglich

Trotz der momentan niedrigen Corona-Infektionszahlen rechnet der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) weiter mit Maskenpflicht und Abstandsregeln. Dies werde „auch zum Schuljahresbeginn“ noch so sein, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Samstag mit Blick auf die bayerischen Sommerferien, die Ende Juli beginnen und Anfang September enden. Er stellte sich damit gegen Forderungen etwa von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), der für ein baldiges Ende aller Maßnahmen plädiert hatte.

Vor kurzem hatte Holetschek bereits trotz sinkender Fallzahlen zur Vorsicht gemahnt. Ende Juni hatte die bayerische Regierung die Regeln für Schulen, Gastronomie und Veranstaltungen wieder gelockert. Auch die Impf-Priorisierung in den Impfzentren war kurz zuvor aufgehoben worden.

Holetschek betonte, er habe großes Verständnis dafür, dass Menschen jetzt in ihre „schon lange ausgewählten Urlaubsziele fahren wollten.“ Aber: „Jede und jeder muss sich einfach gut überlegen, welche Konsequenzen das haben kann - bis hin zur Quarantäne bei der Rückkehr“, sagte Holetschek. Wenn man „große Rückschritte“ bei den Inzidenzen nach den Sommerurlauben verhindern wolle, „dann spielt auch das Testen für Reiserückkehrer eine bedeutende Rolle“. Der Minister selbst will - „wenn ich die Chance und Zeit dafür habe“ - wahrscheinlich an der Nordsee Sommerurlaub machen.

Holetschek verteidigt Isolation von Seniorenheimen in ersten Corona-Wellen in Bayern - „Müssen aus Pandemie lernen“

Der Gesundheitsminister verteidigte auch die rückblickend teilweise in die Kritik geratene Isolation von Pflege- und Senioreneinrichtungen im vergangenen Jahr: „Man muss doch ehrlicherweise sagen, dass wir zum Zeitpunkt der ersten zwei Wellen keinen Impfstoff hatten.“ Man sei darauf angewiesen gewesen, die Infektionsketten zu unterbrechen, um nicht noch mehr Infizierte und Tote in den Heimen zu riskieren. Holetschek plädierte dafür, sich „jetzt die richtigen Fragen zu stellen“, beispielsweise zu den Abhängigkeiten bei Lieferketten, um aus der jetzigen Pandemie für die Zukunft zu lernen.

epd/lbm/dsq/jo/best

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