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Kaum freie Intensivbetten in München ‒ Verschärfte Corona-Regeln in Bayern sollen Hospitalisierungsrate senken

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Ein Intensivbett mit Beatmungseinheit steht auf einer Corona-Station in Schutzausrüstung hinter einer Scheibe an der ein Achtungssymbol mit einem stilisierten Coronavirus angebracht ist.
In Bayern sollen ab Mittwoch verschärfte Corona-Regeln gelten. (Symbolbild) © Robert Michael/dpa

In München sinkt die Corona-Inzidenz, in Bayern und Deutschland steigt sie ungebremst an. Ab Mittwoch sollen verschärfte Regeln im Freistaat gelten - Ein Überblick.

Die Corona-Inzidenz in München ist am Dienstag wieder leicht gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Morgen einen Wert von 681,9 (Vortag 705,3).

Auf den Intensivstationen der Kliniken ist die Lage jedoch weiterhin dramatisch. Wie das DIVI-Intensivregister am Dienstagmorgen meldet, sind nur noch 19 Intensivbetten in der Landeshauptstadt frei. 125 von 462 Betten werden durch Corona-Patienten belegt, davon müssen 72 invasiv beatmet werden.

Corona-Inzidenz in München sinkt - Hospitalisierungsrate in Bayern kurz vor kritischem Schellenwert

In Bayern steigt die 7-Tage-Inzidenz dagegen weiterhin an. Das RKI meldet am Dienstagmorgen einen Wert von 644,9 Am Vortag hatte der Wert bei 640 gelegen, vor einer Woche bei 554,2.

Bundesweit lag die Corona-Inzidenz bei 399,8 - erneut ein Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 326 Corona-Neuinfektionen und 309 Todesfälle verzeichnet - 81 davon in Bayern.

Die Hospitalisierungsrate, also die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, lag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Bayern zuletzt bei 8,7 (Stand: 22. November, 8.00 Uhr).

Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verhängen.

Diese Corona-Regeln sollen ab Mittwoch in Bayern gelten

In Bayern sollen von Mittwoch (24. November) an nochmals deutlich schärfere Corona-Regeln gelten. Am Dienstagvormittag sollen sie im Kabinett beschlossen, und am Nachmittag im Landtag debattiert werden. Ein Überblick:

Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Es dürfen sich ab Mittwoch bayernweit nur noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen - Kinder unter 12 Jahren sowie Geimpfte werden dabei nicht mitgezählt.

2G fast flächendeckend

Mit Ausnahme des Handels soll überall die 2G-Regel gelten, auch bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren, in Hochschulen sowie Musik- und Fahrschulen. Im Handel gibt es aber eine Obergrenze: eine Person auf zehn Quadratmeter Fläche.

2G plus und Personen-Obergrenze bei Kultur- und Sportveranstaltungen:

Erlaubt ist nur noch eine Auslastung von maximal 25 Prozent an Zuschauern. Zudem gilt die 2G-plus-Regel - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen Test. Dies gilt für Theater, Oper, Stadien sowie in Freizeiteinrichtungen und bei Messen.

Weihnachtsmärkte sollen bayernweit komplett abgesagt werden.

Sperrstunde in der Gastronomie

In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22.00 Uhr.

Schließung von Clubs und Bars

Alle Clubs, Diskotheken, Bars und Schankwirtschaften müssen für die nächsten drei Wochen schließen, Bordelle ebenso.

Schulen und Kitas

Schulen und Kitas bleiben geöffnet, Schulen im Präsenzunterricht. Allerdings muss auch im Sportunterricht wieder eine Maske getragen werden. In Kitas und auch an Mittelschulen (insbesondere in der 5. und 6. Klasse) soll es flächendeckend PCR-Pooltests geben. Ansonsten bleibt es beim bisherigen System mit den Schnelltests.

Neu ist: An Grund- und Förderschulen, an denen es schon PCR-Pooltests gibt, sollen künftig immer montagvormittags zusätzlich Schnelltests hinzukommen, weil die PCR-Testergebnisse immer erst abends vorliegen.

Verschärfte Regeln in Corona-Hotspots in Bayern

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 soll das öffentliche Leben in weiten Bereichen heruntergefahren werden. Gastronomie und Beherbergungsbetriebe aller Art, Sport- und Kulturstätten sowie körpernahe Dienstleistungen (etwa Friseure) müssen schließen, Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen werden untersagt.

Hochschulen müssen auf digitale Lehre umstellen. Schulen und Kitas bleiben offen, der Handel ebenso - dort gilt dann aber eine verschärfte Beschränkung: eine Person pro 20 Quadratmeter.

dpa/lby/jh

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