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Söder fordert härtere Corona-Maßnahmen ‒ Kommt bald 2G in Bayern und die Booster-Impfung nach fünf Monaten?

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 Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt nach Gesprächen mit Vertretern von bayerischen Kliniken über die aktuelle Corona-Situation in den Krankenhäusern und insbesondere auf den Intensivstationen an einer Pressekonferenz teil.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt nach Gesprächen mit Vertretern von bayerischen Kliniken über die aktuelle Corona-Situation in den Krankenhäusern und insbesondere auf den Intensivstationen an einer Pressekonferenz teil. © Sven Hoppe/dpa

Flächendeckende Zugangsverbote für Ungeimpfte und die Booster-Impfung nach fünf Monate sollen im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Bayern helfen...

In Bayern steigt die Corona-Inzidenz und die Zahl der Todesfälle rasant an. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Donnerstag einen 7-Tage-Wert von 427,4 und 234 Todesopfer.

Bayernweit trat der von der Staatsregierung am Vortag ausgerufene neuerliche Katastrophenfall in Kraft. Das Innenministerium kann nun die Arbeit der Behörden in der medizinischen Versorgung landesweit koordinieren und steuern. Das erste Mal hatte die Staatsregierung den Katastrophenfall kurz nach Beginn der Pandemie im März 2020 ausgerufen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) machte die niedrigen Impfquoten für die Lage verantwortlich. Die Impfquote in Bayern ist die niedrigste in Westdeutschland.

2G und 2G Plus in Bayern - Söder schlägt flächendeckende Zugangsverbote für Corona-Ungeimpfte vor

Als Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Söder in Bayern flächendeckende Zugangsverbote für Ungeimpfte einführen. Einen Vorschlag zur Hochstufung auf 2G - also Zugang nur für Geimpfte und Genesene, nicht mehr für negativ Getestete - werde er dem Koalitionspartner Freie Wähler unterbreiten, sagte Söder am Donnerstag in München nach einem Treffen mit Vertretern von Krankenhäusern.

Gleichzeitig solle in Clubs und Diskotheken der Standard 2G Plus gelten - also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, die aber zusätzlich noch einen Schnelltest machen müssen. 2G flächendeckend werde auch auf Bundesebene gebraucht, sagte Söder.

Söder will Booster-Impfungen gegen Corona schon nach fünf Monaten

Zum besseren Schutz vor Impfdurchbrüchen wünscht sich Söder zudem die sogenannten Booster-Impfungen bereits nach fünf Monaten. Man sehe an den Erfahrungen mit den Auffrischungsimpfungen in Israel, „dass Booster Entlastung gebracht haben“, sagte der CSU-Chef.

Auch der Münchner Infektiologe Christoph Spinner fordert: Kein neuer Corona-Lockdown - dafür Booster-Impfung als Vorbereitung für den Winter.

Söder hatte sich bereits in den vergangenen Tagen wiederholt für Booster-Impfungen für alle - unabhängig von ihrem Alter - ausgesprochen. Bisher sind die Auffrischungen meist erst sechs Monate nach der zweite Impfung angedacht.

Impfungen seien weiterhin die beste Möglichkeit, die vierte Corona-Welle zu brechen. „Ohne impfen endet es alles in einer Form von Schwierigkeiten“, sagte Söder.

Die Nachfrage nach Erst- und Booster-Impfungen steigt, doch in Bayern gibt es kaum Corona-Impfstoff. In München kam es zu unschönen Szenen und Impfaktionen könnten ausfallen.

dpa/jh

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