Freiwillige Ergänzung zum gelben Impfpass aus Papier

„CovPass“: Der digitale Corona-Impfpass startet schrittweise ‒ Wie der Nachweis für die Impfung funktioniert

Ein Screenshot der neuen CovPass-App auf einem iPhone. In der Anwendung des Bundes, die federführend von IBM entwickelt wurde, kann ein digitaler Impfnachweis hinterlegt werden.
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Ein Screenshot der neuen CovPass-App auf einem iPhone. In der Anwendung des Bundes, die federführend von IBM entwickelt wurde, kann ein digitaler Impfnachweis hinterlegt werden.

Der digitaler Corona-Impfpass wird schrittweise eingeführt. Der Impfnachweis ist dann in mehreren Apps möglich und kann mit einem QR-Code eingescannt werden.

  • Der digitale Impfpass soll für vollständig gegen Corona Geimpfte in Deutschland kommen.
  • Der Impfnachweis kann auch über die CovPass-App und die Corona-Warn-App angezeigt werden.
  • Dafür kann ein QR-Code mit dem Smartphone eingescannt werden.

Update: 10. Juni 2021

Digitaler Impfpass „CovPass“ - Impfnachweis in Deutschland startet schrittweise

Der neue digitale Corona-Impfnachweis soll jetzt in Deutschland schrittweise starten. Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken anschließen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. „Aber nicht alle sind heute oder morgen schon angeschlossen.“

Ziel sei, dass bis Ende Juni die App namens „CovPass“ für alle Interessenten zu Verfügung stehe.

Für das nachträgliche Erstellen eines digitalen Nachweises hätten viele Bundesländer in diesen Tagen damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Corona-Impfungen in Impfzentren zu verschicken. Den Code kann man dann mit dem Smartphone einscannen.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann.

Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Digitaler Corona-Impfnachweis - Bayern auf digitalen Impfpass vorbereitet

Der Freistaat Bayern ist nach den Worten von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bereit für die Einführung des digitalen Impfnachweises. Zunächst würden in den Impfzentren digitale Impfnachweise für diejenigen erzeugt, die sich dort Erst- oder Zweitimpfungen verabreichen ließen.

Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen - etwa in einem gelben Impfbuch - erfolge in einem zweiten Schritt. „Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit“, sagte Holetschek.

Für frisch in Impfzentren Geimpfte soll es mit dem digitalen Nachweis in Kürze losgehen. „Wenn der Bund nun den Startschuss gibt, können die digitalen Impfnachweise in den Impfzentren schnell, einfach und zuverlässig ausgestellt werden“, sagte Holetschek der Deutschen-Presse-Agentur.

Die Nacherfassung bereits abgewickelter Impfungen könne etwa über das Benutzerkonto auf der bayerischen Impfplattform BayIMCO erfolgen.

Etwas später soll auch eine telefonische Möglichkeit geschaffen werden, einen elektronischen Impfnachweis erstellen zu lassen. Für Impfungen, die in Arztpraxen erfolgten, sollen spätestens Mitte Juli die Möglichkeiten geschaffen sein, einen digitalen Nachweis zu erstellen.

Der digitale Impfnachweis wird über einen QR-Code in die Corona-Warn-App, die neue CovPass-App oder auch die Luca-App auf dem Smartphone eingelesen.

Holetschek stellte klar: „Die Nutzung des digitalen Impfnachweises ist und bleibt freiwillig. Niemand muss sich digital ausweisen, es ist lediglich ein Angebot. Auch der gelbe Impfpass bleibt natürlich gültig.“

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Digitaler Corona-Impfpass startet ab Donnerstag ‒ Impfnachweis auch in der Warn-App des RKI möglich

Erstmeldung: 09. Juni 2021

Vollständig gegen Corona Geimpfte sollen schon bald ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. „Der digitale Impfpass wird jetzt Schritt für Schritt ausgerollt und in den Apps verfügbar sein“, fügte er hinzu. Minister Jens Spahn (CDU) werde die Details am Donnerstag in einer Pressekonferenz erläutern.

Der digitale Impfpass soll es vollständig geimpften Menschen erlauben, ihre Immunität per Handy nachzuweisen, ohne immer ihr gelbes Impfbuch mit sich führen zu müssen. Dies kann etwa bei Restaurantbesuchen oder bei Kulturveranstaltungen nützlich sein, falls dort ein Impfnachweis verlangt wird. Ab Juli soll der Digital-Pass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch waren knapp 19 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Damit hätten sie Anspruch auf den digitalen Impfnachweis.

Laut Ministeriumssprecher gibt es für vollständig Geimpfte drei Möglichkeiten, an einen QR-Code zu kommen, mit dem sie den Nachweis dann aufs Handy laden können.

  • Sie können den Code entweder in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, wo sie die Zweitimpfung erhalten haben. Die Stadt München weist daraufhin, den Account im Impf-Portal nicht zu löschen.
  • Außerdem können vollständig Geimpfte sich den Code auch per Post zuschicken lassen.
  • Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Code in einer Apotheke zu erhalten. Bereits am Dienstag hatte der Apothekenverband mitgeteilt, dass die ersten Apotheken am kommenden Montag damit beginnen, den digitalen Impfnachweis auszustellen.

Corona-Warn-App zeigt auch digitalen Impfnachweis an

Der digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des RKI angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google. Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist.

Menschen in Deutschland, die keine Tracing-App für die Anzeige eines digitalen Impfnachweises verwenden möchten, können auf die Smartphone-App „CovPass“ ausweichen, die keine Kontaktverfolgungsfunktion hat.

Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben. Der „CovPass“ soll zudem negative Testergebnisse und überstandene Infektionen dokumentieren und so das Reisen innerhalb der EU einfacher machen.

afp/dpa/lbyjh

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