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Allgemeine Impfpflicht gegen Corona: Gesundheitsminister Holetschek fordert neuen Vorstoß

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Von: Marco Litzlbauer

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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert einen neuen Vorstoß der Bundesregierung für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert einen neuen Vorstoß der Bundesregierung für eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona. © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert einen weiteren Vorstoß der Bundesregierung für eine allgemeine Impfpflicht. Die Impfungen in Apotheken werden hingegen kaum angenommen.

Der Minister (CSU) betont laut einem dpa-Bericht: „Uns allen muss klar sein: Am besten sind vulnerable Gruppen dann geschützt, wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen.“ Die Nachrichtenagentur bezieht sich dabei auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums am Ostermontag in München.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Allgemeine Impfpflicht gegen Corona: Holetschek fordert neuen Vorstoß der Bundesregierung

Sollte dies nicht geschehen, muss Holetschek zufolge „auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Prüfstand. Denn alles andere wäre denjenigen gegenüber unfair, die seit zwei Jahren an vorderster Front gegen die Pandemie kämpfen.“

In Bayern sind nach Angaben des Ministers knapp 92 Prozent der Pflegekräfte mindestens zweimal geimpft und nur 6,5 Prozent komplett ungeimpft.

+ + + Zum Thema: Inzidenz, Intensivbettenauslastung & Co. - die aktuellen Corona-Zahlen für München + + +

Allgemeine Impfpflicht gegen Corona: Letzter Kompromissentwurf im Bundestag klar gescheitert

Ein von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterstützter Kompromissentwurf mehrerer Abgeordneter für eine Impfpflicht zunächst ab 60 Jahren war Anfang April im Bundestag klar gescheitert. Der Kanzler hatte seit Monaten für eine Impfpflicht als Vorsorge für den Herbst geworben. Wegen Meinungsverschiedenheiten in der Koalition wurde dazu aber kein Regierungsentwurf erarbeitet.

Allgemeine Impfpflicht gegen Corona: Impfen in Apotheken kaum angenommen

Unterdessen sind in bayerischen Apotheken seit dem dortigen Corona-Impfbeginn vor rund zweieinhalb Monaten lediglich rund 4100 Dosen verimpft worden. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. 

„Bislang hat das Impfangebot in den Apotheken leider noch keinen großen neuen Impuls bei den Menschen setzen können, sich doch noch für eine Impfung zu entscheiden“, sagte Gesundheitsminister Holetschek der dpa.

Corona: Impfen in Apotheken trotz geringer Nachfrage „wichtiger Baustein“

Dennoch halte er das Angebot für einen wichtigen Baustein der Impfstrategie, so der CSU-Politiker. Der Bayerische Apothekerverband verweist darauf, dass die Impfnachfrage allgemein stark zurückging, „aber im Kampf gegen die Corona-Pandemie zählt jede Impfung und die Apothekerinnen und Apotheker leisten dazu ihren Beitrag“.

Holetschek lenkt den Blick auch in Richtung Herbst und Winter: „Sollte wie Ende vergangenen Jahres die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen wieder sprunghaft ansteigen, stehen durch die Einbeziehung der Apotheken in die Impfstrategie zusätzliche dezentrale impfende Stellen bereit.“

Die Homepage der Bayerischen Apothekerkammer listete zuletzt 247 Apotheken, die zum Impfen gegen Corona berechtigt sind. Wie viele von ihnen tatsächlich auch Impfen ist aber unklar. Apotheker, die impfen wollen, müssen eigene aus fünf Modulen bestehende Schulungen mit theoretischen und praktischen Anteilen durchlaufen. Insgesamt gibt es rund 3000 Apotheken im Freistaat. 

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