Aktuelle Entwicklungen

Corona-Impfung in Bayern ‒ Priorisierung in Impfzentren bleibt weiterhin bestehen

Parkplatzzufahrt zum Impfzentrum München.
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Im Münchner Impfzentrum finden zur Zeit nur zweite Corona-Impfungen statt.

Ende der Priorisierung für die Corona-Impfung bei Hausärzten in Bayern, in den Impfzentren bleibt sie jedoch weiterhin bestehen.

  • Der aktuelle Stand und die Entwicklungen der Corona-Impfungen in Bayern.
  • Priorisierung für alle Impfstoffe in Praxen von Hausärzten entfällt.
  • Söder fordert zeitnahe Entscheidung über Zulassung des Impfstoffs Sputnik V.

Update: 01. Juni 2021

Termine für Corona-Impfung in Impfzentren in Bayern weiterhin mit Priorisierung

Trotz der von der Bundesregierung verkündeten allgemeinen Aufhebung der Impf-Priorisierung ab 7. Juni werden über das bayerische Impfportal BayIMCO die Impftermine für die Impfzentren weiterhin nach Priorisierung vergeben. Diese Vorgabe des bayerischen Gesundheitsministeriums hat die Regierung von Oberbayern jetzt mitgeteilt.

Münchens OB Reiter sah die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Spahn schon damals kritisch.

Damit werden auch im Münchner Impfzentrum über BayIMCO erst dann Impf-Termine für die Allgemeinheit vergeben werden, wenn allen dort registrierten Personen der Priorisierungsgruppen 1 bis 3 ein Impfangebot gemacht wurde. Erst im Anschluss daran sollen dann alle anderen in BayIMCO registrierten Personen eine automatisierte Einladung nach Anmeldereihenfolge erhalten.

Derzeit finden im Impf-Zentrum auf Anweisung des Gesundheitsministeriums ausschließlich Zweitimpfungen statt.

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Update: 30. Mai 2021

Corona-Impfung in Bayern: Söder fordert schnelle Entscheidung über Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V in EU

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine rasche Entscheidung über die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in der EU. „Der Impfmotor darf nicht stottern. Vor allem das Verfahren um Sputnik V muss beschleunigt werden“, sagte der CSU-Chef der „Bild am Sonntag“. „Es darf nicht aus rein ideologischen Gründen getrödelt werden.“

Wie das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise meldet, rechnen die Zulassungsbehörden wegen fehlender Daten offenbar frühestens im September mit einer Entscheidung. Bayern hat eine Kaufoption über 2,5 Millionen Sputnik-V-Dosen.

Der Impfstoff ist bereits seit neun Monaten auf dem russischen Markt und in fast 70 Staaten registriert. Derzeit prüft die EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung für die EU. Auch ohne diese Zulassung verwenden in der Europäischen Union bereits Ungarn und die Slowakei das russische Präparat.

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Update: 20. Mai 2021

In Bayerns Impfzentren gelten Priorisierungsregeln noch länger

In Bayerns Corona-Impfzentren werden mindestens noch bis Anfang Juni Termine nach der Priorisierung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vergeben. Die Staatsregierung schaue sich die Entwicklung bei den Impfungen zunächst noch an und werde in den nächsten zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag im Landtag in München.

Die Fach- und Hausärzte im Freistaat dürfen seit diesem Donnerstag Impfwilligen unabhängig von der Impf-Reihenfolge das Vakzin gegen das Corona-Virus verabreichen.

Wegen eines Mangels an Impfstoff haben die bayerischen Impfzentren aktuell aber die Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig ausgesetzt. Die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

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Corona-Impfung in Bayern: Impfzentren fokussieren auf Zweitimpfungen ‒ Hausärzte ab morgen ohne Priorisierung

Erstmeldung: 19. Mai 2021

Die Impf-Reihenfolge in den bayerischen Praxen von Hausärzten wird an diesem Donnerstag aufgehoben, doch in den Impfzentren gibt es vorerst kaum noch Erstimpfungen - weil die Vorräte für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht werden.

„Ich gehe davon aus, dass wir ab der Kalenderwoche 23 in den Impfzentren wieder mit Erstimpfungen weitermachen können, die übrigens auch bei den Hausärztinnen und Hausärzten und Fachärzten weiter abgegeben werden“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München.

Bis zum 7. Juni aber müssten sich die Impfzentren angesichts der noch immer nicht ausreichenden Liefermengen auf die anfallenden Zweitimpfungen konzentrieren.

Corona-Impfung in Bayern: Kaum Erstimpfungen in Impfzentren in Bayern bis zum 7. Juni

Als Grund nannte Holetschek, dass durch die Verlängerung des Impfintervalls bei den Vakzinen von Moderna und Biontech im April besonders viele Menschen ihre erste Spritze erhalten hatten; bei ihnen steht nun der zweite Durchgang an. Hinzu komme der Wechsel des Impfstoffs von Astrazeneca auf die mRNA-Impfstoffe bei den Zweitimpfungen der unter 60-Jährigen.

„Dass wir uns jetzt eine Zeit lang auf die Zweitimpfungen konzentrieren, ist jetzt eigentlich nichts Überraschendes“, betonte Holetschek deshalb. In den Impfzentren stünden in den kommenden vier Wochen mehr als 1,1 Millionen Zweitimpfungen an.

In der Zwischenzeit übernähmen die Haus- und Fachärzte die allermeisten Erstimpfungen. Allerdings liege der Bedarf bei sämtlichen Impfstoffen weiterhin über dem Verfügbaren.

Der vom Bund geplanten Aufhebung der Priorisierung auch in den Impfzentren steht Holetschek derweil skeptisch gegenüber. Bayern werde voraussichtlich zunächst beim bisherigen Verfahren mit Priorisierungen anhand von Vorerkrankungen und Berufsgruppen bleiben, sagte er.

Auch Münchens OB Reiter sieht die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Spahn kritisch.

Keine Priorisierung bei Corona-Impfungen in Praxen von Hausärzten in Bayern

Bayerns Hausärzte dürfen von diesem Donnerstag (20. Mai) an unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Der Freistaat geht damit schneller voran als andere Länder: Bundesweit sind bislang lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben.

Perspektivisch will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf einen Außeneinsatz ausrichten, um breite Bevölkerungsschichten zu erreichen. Unter anderem könnten mobile Teams über Betriebsärzte ganze Unternehmen durchimpfen, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“.

Dann sollen im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind.

Markus Söder 

Keine Corona-Impfung für Schüler - Aktion an Planegger Gymnasien wegen öffentlicher Debatte geplatzt

Eine erste Impfaktion an einer Schule wurde unterdessen aufgrund harscher Kritik abgeblasen: Schüler*innen eines Gymnasiums im Münchner Vorort Planegg hätten eigentlich am Freitag von einer örtlichen Praxis geimpft werden sollen, weil die Mediziner mit ihren priorisierten Patienten bereits durch sind. Obwohl die Aktion mit dem Landratsamt abgestimmt war, hatte Landrat Christoph Göbel (CSU) öffentlich harsche Kritik geübt und mehr Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein gefordert.

Göbel sagte, er könne den Wunsch zwar nachvollziehen. „Ich kann jedoch niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft werden, wenn ich noch eine Vielzahl vulnerabler Personen auf der Warteliste habe.“

Dabei hatte Söder kürzlich vorgeschlagen, Jugendliche ab 16 Jahren vermehrt zu impfen, da bei ihnen die Inzidenz am höchsten sei. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Dienstag bekräftigt, dass den 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden soll.

dpa/lby/jh

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