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Corona in Bayern: Rekord-Inzidenz und Krankenhausampel auf „Rot“ ‒ Diese Regeln gelten nun

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Von: Benedikt Strobach

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In einem Zimmer der Intensivstation wird ein Patient mit einem schweren Covid-19 Krankheitsverlauf behandelt.
In einem Zimmer der Intensivstation wird ein Patient mit einem schweren Corona-Krankheitsverlauf behandelt. Seit dem heutigen Montag steht die Krankenhausampel für Bayern und München auf Stufe „Rot“. Damit gelten neue Regeln. © Christophe Gateau/dpa

Die Intensivbetten in Bayern werden knapp und die Corona-Inzidenz erreicht Rekordhöhen. Die Lage in den Krankenhäusern sowie die Regeln und Zahlen in München.

Update: 16.23 Uhr

Das DIVI-Intensivregister hatte es bereits heute Früh vermeldet, jetzt bestätigt auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Die Krankenhausampel für Bayern ist heute auf die Stufe „Rot“ gewechselt. Das bedeutet, dass mindestens 600 Intensivbetten im Freistaat mit Corona-Patienten belegt sind. Die neue Stufe werde laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium ab dem morgigen Dienstag, 9. November, gelten. Dadurch ergeben sich auch für München neue Regeln.

Corona-Inzidenz in Bayern über 300 - Krankenhausampel steht auf Stufe „Rot“: Diese Regeln gelten ab Dienstag in München

Das LGL meldet für Bayern derzeit 609 mit Corona-Patienten belegte Betten auf Intensivstationen. DIVI gibt 610 an. Der für die Krankenhausampel maßgebende Grenzwert von 600 wurde somit am heutigen Montag überschritten. Damit gilt nun im gesamten Freistaat - und damit auch in München - die Warnstufe „Rot“. Ab Dienstag, 9. November, gelten also folgende Regeln:

Außerdem gibt es nun regionale Hotspots: Betragen der Inzidenz-Wert über 300 und die Intensivbett-Auslastung über 80 Prozent (Insgesamt, nicht nur Corona-Patienten) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt, gilt die Stufe „Rot“ der Krankenhausampel. Dies wird auch angewandt, wenn die Ampel im gesamten Freistaat auf „Grün“ oder „Gelb“ steht.

Die Stadtwerke München (SWM) haben bereits auf das Umschalten der Ampel reagiert. So verkündeten sie, dass ab dem morgigen Dienstag für den Besuch der neun Münchner Hallenbäder sowie des Dante-Winterwarmfreibads, der 10 M-Saunen sowie der beiden SWM-Fitnesscenter in der Olympia-Schwimmhalle und im Nordbad die 2G-Regelung gelte.

Von den insgesamt verfügbaren 3082 Intensivbetten sind im Freistaat 2763 belegt. In München sind es 421 von 450. 79 davon werden von Coivd-19-Patienten belegt.

Update: Montag, 08. November, 10:45 Uhr

Inzidenz steigt weiterhin rasant - Krankenhausampel droht, auf „Rot“ umzuschalten

Beinahe unaufhaltsam steigt die Corona-Inzidenz in Bayern: Am Montag, 8. November, wird mit 316,2 laut RKI ein neues Rekordhoch des 7-Tage-Wertes gemeldet. Damit bewegt sich Bayern weiterhin deutlich über der bundesweiten Inzidenz, die bei 201,1 liegt.

Die Krankenhausampel zeigt für Bayern immer noch die Warnstufe „Gelb“. Mit 591 durch COVID-19-Patienten belegten Intensivbetten liegt Bayern knapp unter der Marke von 600, die für die rote Warnstufe benötigt wird.

Das ist die Corona-Lage in München

Die Corona-Inzidenz sinkt weiterhin in der Stadt: Wurde am Freitag noch ein Wert von 111,2 gemeldet, beträgt die Inzidenz am Montag laut RKI nur noch 98,2 und ist somit unter 100 gefallen.

Laut dem Intensivregister der Divi sind in der Landeshauptstadt 418 von 446 Intensivbetten belegt, davon sind 78 mit Corona-Patienten besetzt.

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Ursprungsmeldung von Freitag, 5. November:

Die Corona-Inzidenz in Bayern hat am Freitag die 250er-Marke geknackt. Wie das Robert Koch-Institutes (RKI) mitteilt, liegt der 7-Tage-Wert bei 256,8 und damit deutlich über der bundesweiten Inzidenz von 169,9.

Einen traurigen Rekord in Deutschland hält weiterhin der Landkreis Miesbach mit einer Inzidenz von 715,7.

Corona-Inzidenz in Bayern über 250 - Über 90 Prozent der Intensivbetten belegt

Die steigenden Corona-Fälle haben auch Auswirkungen auf die Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser. Laut dem Divi Intensivregister sind landesweit 529 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt, davon müssen 282 invasiv beatmet werden. Damit sind mehr als über 90 Prozent der Betten im Freistaat belegt.

Die Kliniken in Bayern sind in großer Sorge vor Überlastung der Intensivstationen.

Die Corona-Inzidenz in München und die Lage in den Krankenhäusern

In München sinkt die 7-Tage-Inzidenz dagegen. Lag der Wert am Donnerstag noch bei 119,6, meldet das RKI am Freitag 111,2.

Jedoch werden auch die Intensivbetten in der Landeshauptstadt knapp. An Freitagmorgen wurden nur noch 21 freie Betten von insgesamt 448 gemeldet. Davon sind 69 mit Corona-Patienten belegt.

Bayern verschärft erneut Corona-Regeln ‒ Was jetzt für die Krankenhaus-Ampel, Hotspots und 3G-Prinzip gilt

dpa/lby/rki/divi/lgl/stmgp/jh/kw/lit/best

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