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Neuer Rekord der Corona-Inzidenz in Bayern: Kabinett berät über Regel-Verschärfungen ‒ und Erleichterungen

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2G Regel in der Zugspitzbahn
In Bayern gelten verschärfte Corona-Regeln, da die Krankenhaus-Amel auf Rot steht. (Symbolbild) © Angelika Warmuth/dpa

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt stetig, die Krankenhaus-Ampel steht auf Rot und die verschärften Maßnahmen gelten seit Dienstag. Wen 2G jedoch extrem hart trifft...

Immer mehr Menschen in Bayern stecken sich mit dem Corona-Virus an. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz steht am Dienstag nach Angaben der Robert-Koch-Institut (RKI) bei 348. Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 6230 Neu-Infektion und 43 Todesfälle.

Vier Landkreise im Freistaat liegen demnach sogar über einer Corona-Inzidenz von 800 - ein bisher unerreichtes Niveau. Bundesweiter Spitzenreiter war der Landkreis Miesbach mit einer Inzidenz von 868,4.

Corona-Inzidenz in Bayern bei 348 - Kabinett berät erneut über Maßnahmen

Die Krankenhaus-Ampel war am Montag in Bayern auf Rot gesprungen: Auf den Intensivbetten der Krankenhäusern liegen aktuell mehr als 600 Corona-Patienten. Seit Dienstag gelten in Bayern deshalb deutlich verschärfte Corona-Regeln.

Am Dienstag will das Kabinett über die sich immer weiter zuspitzende Lage beraten. Als denkbar galten neue Verschärfungen in einzelnen Bereichen, aber auch gewisse Erleichterungen für Schüler - für 12- bis 17-Jährige gibt es erst seit August eine Impfempfehlung.

Krankenhaus-Ampel in Bayern auf Rot: Verschärfte Corona-Regeln ab Dienstag

Seit Mitternacht gilt: Öffentliche Veranstaltungen wie Kongresse, Messen, aber auch Sport- und Freizeitangebote unterliegen nun der 2G-Regel. Das heißt, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zugang haben - und Kinder unter zwölf Jahren für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Ungeimpfte über zwölf Jahren dürfen also auch mit negativem Schnell- oder PCR-Test nicht mehr zum Sport oder anderen Freizeitbeschäftigungen wie Kino, Theater, Schwimmbad oder Seilbahn - sofern diese nicht unter freiem Himmel stattfinden.

Der Freistaat werde prüfen, ob die 2G-Regel noch ausgeweitet werden muss, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Es werde aber auch geprüft, ob „Härten für Kinder und Jugendliche abgefedert“ werden könnten. Dafür traten unter anderem die mit regierenden Freien Wähler ein.

Tatsächlich werden alle Schüler schon seit längerer Zeit äußerst regelmäßig getestet - was für Unternehmen beispielsweise bisher nicht vorgeschrieben war.

Erst jetzt hat sich dies geändert: Mitarbeiter von Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten (einschließlich Inhaber), die Kontakt zu Kollegen, Kunden oder sonstigen Personen haben, müssen nun zwei Mal pro Woche einen negativen Schnelltest vorlegen, wenn sie nicht ohnehin geimpft oder genesen sind.

Corona-Regeln in Bayern für Gastronomie, Hochschulen und Friseure

Die 3G-Regelung gilt auch für Hochschulen, Bibliotheken und außerschulische Bildungseinrichtungen - nicht aber für den öffentlichen Personennahverkehr und den Einzelhandel. Dort gibt es auch weiter keine Beschränkungen - auch nicht für Kunden. In den Schulen gilt seit Montag wieder Maskenpflicht auch im Unterricht.

Für die Gastronomie und beispielsweise Friseure gilt 3G plus. Das heißt, Restaurants, Cafés und Gaststätten kann jeder besuchen, der geimpft oder genesen ist - alternativ reicht auch ein negativer PCR-Test. Diesen brauchen auch Jugendliche im Alter von 13 Jahren und aufwärts, sofern sie nicht geimpft oder genesen sind. Gleiches gilt für personennahe Dienstleistungen wie Friseure oder Fußpflege-Praxen.

Die Maßnahmen sind Folge einer sich weiter zuspitzenden Lage in der Corona-Pandemie mit immer neuen Rekordwerten - für die zum weit überwiegenden Teil Menschen ohne Corona-Impfung verantwortlich sind.

dpa/lby/jh

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