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In Bayern entfällt die Corona-Testpflicht nach der Booster-Impfung

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Von: Jonas Hönle

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU, r) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).
Bayern und Sachsen beraten über Corona, Omikron und Wegfall der Testpflicht bei Booster-Impfung. (Symbolbild) © Nicolas Armer/dpa

Die Corona-Inzidenz in München sinkt. In Bayern entfällt die Testpflicht nach dem 2G Plus Konzept für Personen mit Booster-Impfung - allerdings mit Ausnahmen.

Update: 13.37 Uhr

In Bayern entfällt die Corona-Testpflicht nach der Booster-Impfung

Personen mit einer Booster-Impfung gegen Corona sind in Bayern künftig von einer zusätzlichen Testpflicht befreit. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sachsen sagte. Außerdem wurden noch weitere Corona-Lockerungen für Bayern beschlossen.

In Bereichen, in denen der Zutritt nach dem 2G Plus Konzept geregelt wird, ersetze die Booster-Impfung den Test. Greifen solle dies 15 Tage nach der Auffrischungsimpfung. Ausgenommen seien aber etwa Alten- und Pflegeheime - dort bleibt es also weiter bei der Testpflicht.

An Dienstagnachmittag wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern dies auch bundeseinheitlich so beschließen - konkret umsetzen müssen es aber die Länder. Einzelne Bundesländer verfahren bereits so.

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Sinkende Corona-Inzidenz in München und Bayern ‒ Fällt die Testpflicht nach der Booster-Impfung?

Erstmeldung: 14. Dezember, 09.48 Uhr

Die Corona-Inzidenz in München und Bayern sinkt weiterhin. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstag einen 7-Tage-Wert von 382,6 für den Freistaat (Vortag 399,1) und 269,7 für die Landeshauptstadt (Vortag 276,2).

Die Angaben sind jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Wie die dpa berichtet, sind die Gesundheitsämter in Bayern überlastet und es kommt zu verzögerten Meldungen der neuen Corona-Fälle an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel (LGL).

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Sinkende Inzidenz in Bayern und München - Lage in den Kliniken weiterhin kritisch

Laut den Zahlen des RKI am Dienstagmorgen meldeten die bayerischen Gesundheitsämter 2979 Neu-Infektionen und 108 Todesfälle innerhalb eines Tages.

In den Klinken ist die Lage nach wie vor kritisch. Laut Divi-Intensivregister müssen 1012 Corona-Patienten auf den bayerischen Intensivstationen behandelt werden. 603 davon werden invasiv beatmet.

In den Kliniken in München sind laut Divi-Angaben nur noch 22 Intensivbetten frei. 132 Corona-Patienten werden stationär auf der Intensivstation behandelt, davon sind 85 an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Bayern und Sachsen beraten gemeinsam über Corona, Omikron und Wegfall der Testpflicht bei Booster-Impfung

Die Kabinette von Bayern und Sachsen wollen sich am Dienstag bei einer virtuellen Sitzung über den Kampf gegen Corona, auch vor dem Hintergrund der neuen Omikron-Variante, beraten. Laut dpa-Bericht sind deshalb auch zwei Wissenschaftler dabei.

Nach der Sitzung wollen die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) über die Ergebnisse der Beratungen informieren - in zeitgleichen Pressekonferenzen, bei denen der jeweils andere Regierungschef virtuell zugeschaltet ist.

Ursprünglich hätte die Schalte der beiden Kabinette schon vor zwei Wochen sein sollen - das musste dann aber kurzfristig wegen Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Krise abgesagt werden.

Vor den gemeinsamen Beratungen mit Sachsen berät das bayerische Kabinett zunächst gesondert. Dabei geht es insbesondere um die Verlängerung der bayerischen Corona-Verordnung.

Zudem dürfte der geplante Wegfall der Testpflicht für Geimpfte mit Booster-Impfung überall dort, wo sonst 2G plus vorgeschrieben ist, Thema sein. Darüber wollen am Nachmittag auch die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten.

Gesundheitsminister von Bund und Länder beraten über Corona - Expertenrat der Bundesregierung tagt erstmals

Bundesminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, dass für Personen mit Booster-Impfung bei Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus (geimpft, genesen, getestet) der vorgesehene zusätzliche Test entfallen kann - auch als Anreiz dafür, sich „boostern“ zu lassen. Einige Länder verfahren schon so.

Am Dienstag soll auch ein Expertenrat der Bundesregierung erstmals tagen, dem unter anderem Virologen und Vertreter von Intensivmedizinern und des Robert Koch-Instituts (RKI) angehören. Mitglieder des Rats sind die Virologen Christian Drosten, Hendrik Streeck und Melanie Brinkmann, RKI-Präsident Lothar Wieler, der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, die Physikerin Viola Priesemann und der Intensivmediziner Christian Karagiannidis.

Die Regierung setzt angesichts erster Anzeichen für eine womöglich etwas schwächere Corona-Ausbreitung weiter auf hohes Tempo, um mehr Impfungen zu erreichen. Dies liegt auch an der sich ausbreitenden Corona-Variante Omikron.

Erste Labortests zeigten, dass Antikörper von Geimpften vergleichsweise schlecht auf die stark mutierte Omikron-Variante ansprechen. Dieser verschlechtere Schutz kann durch eine Booster-Impfung wohl zumindest in Teilen ausgeglichen werden. Sie erhöht den Antikörperspiegel im Blut.

Auf Omikron zurückgehende Impfdurchbrüche sind aber auch bei bereits geboosterten Menschen dokumentiert worden. Verlässliche Daten dazu, in welchem Ausmaß Geboosterte andere Menschen anstecken, wenn sie mit Omikron infiziert sind, gibt es laut dpa-Angaben noch nicht.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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