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Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland: Sommer-Welle rückläufig ‒ Aber: Keine Entwarnung vom RKI

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Von: Jonas Hönle

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Corona in München
Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland am Freitag im Überblick.(Symbolbild) © dpa/Matthias Balk

Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland am Freitag. Der Gipfel der Sommer-Welle ist laut RKI überschritten. Dennoch gibt es keine Entwarnung.

Der Abwärtstrend der Corona-Inzidenz in München setzt sich am Freitag weiter fort. Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) am Vortag einen Wert von 276,7 meldete, liegt dieser aktuell bei 265,2. Vor einer Woche hatte er noch 405,2 betragen.

Auf den Intensivstationen der Kliniken der bayerischen Landeshauptstadt werden laut Divi-Intensivregister (Stand: 08.18 Uhr) 32 Covid-Patienten behandelt. Damit belegen diese Fälle 7,36 Prozent der Intensivbetten (Vortag: 8,03 Prozent).

+++ Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland am Montag im Überblick. +++

Die Corona-Inzidenz in München und Bayern am Freitag - Die Covid-Patienten auf Intensivstationen der Kliniken

Auch in Bayern ist die Corona-Inzidenz am Freitag erneut gesunken. Laut RKI liegt sie aktuell bei 336,1 (Vortag: 353,9; Vorwoche: 484,0).

Da das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an Wochenenden und Feiertagen keine Zahlen mehr an das RKI übermittelt, fällt die Corona-Inzidenz in München und Bayern zum Wochenstart erfahrungsgemäß verzerrt aus. Die Fälle werden im Wochenverlauf nachgemeldet. Dadurch schwankt die Zahl von Wochentag zu Wochentag.

Das LGL meldet am Freitag eine aktuelle 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz von 6,7 für Bayern (Vortag: 6,8).

In den Kliniken werden 195 Covid-Patienten (6,55 Prozent der Intensivpatienten) auf den Intensivstationen behandelt. Von insgesamt 2975 Intensivbetten im Freistaat sind noch 373 nicht belegt. In München sind noch 25 Betten frei.

Corona-Sonderregelung reaktiviert: Mit einem Anruf beim Arzt können Personen mit Krankheitssymptomen jetzt wieder telefonisch krankgeschrieben werden.

RKI registriert 49 839 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 345,9

In Deutschland ist die Corona-Inzidenz am Freitag auf 345,9 gesunken. Zum Vergleich: Am Vortag meldete das RKI noch einen Wert von 354,5, vor einer Woche 432,2 und vor einem Monat 702,4.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 49 839 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 59 506) und 167 Todesfälle (Vorwoche: 165) innerhalb eines Tages.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

RKI sieht Gipfel der Corona-Welle in Deutschland überschritten - Dennoch keine Entwarnung

Aufgrund des bundesweit rückläufigen Infektionsgeschehen sehen die RKI-Experten den Zenit der Corona-Sommerwelle überschritten.

Die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Menschen, die eine schwere akute Atemwegsinfektion und eine Covid-19-Diagnose hatten, sei in der vergangenen Woche ebenso gesunken wie die Zahl der Patienten mit Covid-19-Diagnose auf Intensivstationen, geht aus dem RKI-Wochenbericht zu Covid-19 von Donnerstagabend hervor.

Zudem seien die Anzahl Covid-Infizierter mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion in Deutschland und die Zahl der Arztbesuche Infizierter gesunken.

Auch bei den Todesfällen in Verbindung mit dem Virus spricht das RKI zuletzt von einem Rückgang. Außerdem hätten Ausbrüche in Pflegeheimen tendenziell abgenommen.

Dennoch: Für Entwarnung ist es aus Sicht des RKI zu früh.

Dabei seien Menschen im Alter von über 80 Jahren weiterhin am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen, mahnen die RKI-Experten. Der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe aktuell deutlich langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde.

Trotz der verbesserten Situation in der vergangenen Woche bleibt der Infektionsdruck dem RKI zufolge in allen Altersgruppen hoch - und auch die Belastung des Gesundheitssystems.

Mit Blick auf die nächsten Wochen rechnet das Institut mit einer „weiterhin hohen Zahl an Hospitalisierungen, intensivmedizinisch zu betreuenden Covid-19-Patientinnen und -Patienten und Todesfällen, insbesondere in höheren Altersgruppen“.

Entsprechend ruft das RKI weiter dazu auf, die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen „unbedingt“ einzuhalten - und stellt erneut die große Wichtigkeit der Corona-Impfung heraus.

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