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Corona-Inzidenz in München und Bayern sinkt ‒ Doch die Kliniken warnen vor schwerer Notlage zu Weihnachten

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Von: Jonas Hönle

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Die Corona-Inzidenz in München und Bayern sinkt, doch die Kliniken befürchten eine schwere Notlage zu Weihnachten.
Die Corona-Inzidenz in München und Bayern sinkt, doch die Kliniken befürchten eine schwere Notlage zu Weihnachten. © Boris Roessler/dpa

Die Inzidenz in München und Bayern sinkt, doch weiterhin belegen viele Corona-Patienten die Intensivbetten. Die Klinken warnen vor einem Drama zu Weihnachten...

Die Corona-Inzidenz in München sinkt - und das sogar in großen Schritten. Meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch noch einen Wert von 594,8, liegt er den aktuellen Angaben nach bei 497,6.

Doch in der Landeshauptstadt steigt die Zahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation. Am Donnerstag meldet das DIVI-Intensivregister 134 Covid-Fälle auf Intensivbetten. Davon müssen 73 invasiv beatmet werden. Insgesamt sind noch 22 Betten frei.

In den nächsten Tagen soll eine größere Anzahl an Corona-Patienten in andere Kleeblatt-Regionen verlegt werden.

In Bayern ist die 7-Tage-Inzidenz den zweiten Tage leicht gesunken. Das RKI meldet am Donnerstagmorgen einen Wert von 641,1 (Vortag 644,3). Innerhalb eines Tage meldeten die Gesundheitsämter 17 871 Neuinfektion und 88 Todesfälle.

Die Hospitalisierungsrate in Bayern erreichte nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einen Wert von 9,5 (Stand: 24.11., 8.00 Uhr). Am Vortag betrug dieser Wert 9,6.

Nach Auskunft des DIVI-Intensivregisters waren am Donnerstagmorgen in Bayern 293 der insgesamt 3203 Intensivbetten frei. 1013 Menschen wurden intensivmedizinisch wegen Covid-19 behandelt, 539 davon mussten beatmet werden.

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Hallo München ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. © Hallo München

Bayerns Kliniken warnen vor schwerer Notlage zu Weihnachten

Die Kliniken in Bayern befürchten zum Jahresende eine bislang nicht dagewesene Notlage in der Versorgung. Grund sei die schnell steigenden Zahl der Corona-Patienten. Am Mittwoch wurden erstmals seit Pandemie-Beginn mehr als 1.000 Fälle auf der Intensivstation behandelt.

Die Verlegung der Covid-Intensivpatienten in andere Bundesländer wird nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft nur kurzfristig Abhilfe schaffen können. „Alle Prognosen gehen in die Richtung, dass die Zahl der Patienten weiter steigen wird und wir in Bayern keine ausreichenden Intensivkapazitäten haben“, sagte BKG-Geschäftsführer Roland Engehausen der Deutschen Presse-Agentur. „Die momentan noch vorhandenen Intensivkapazitäten im Norden werden uns nur einige Wochen helfen können, weil auch dort die Belegung steigt.“

Derzeit ist wegen Überlastung der bayerischen Kliniken die Verlegung von etwa 50 Patienten in andere Bundesländer in Vorbereitung. Doch wird derzeit in Bayern jeden Tag eine zweistellige Zahl von zusätzlichen Intensivpatienten in den Kliniken aufgenommen, allein am Mittwoch waren es über 40.

„Wir müssen in Bayern mit den Zahlen der Neuinfizierten runter“, sagte Engehausen. „Sonst geraten wir zwischen Weihnachten und Neujahr in ein Drama hinein, das es so noch nicht gegeben hat.“

Verschärfte Corona-Regeln in Bayern - Regionaler Lockdown in Hotspots mit Inzidenz über 1000

In etlichen Kommunen in Bayern muss ab Donnerstag das öffentliche Leben heruntergefahren werden, weil die Corona-Inzidenz über der 1000er Marke liegt: Restaurants, Hotels, Sport- und Kulturstätten müssen unter anderem schließen. Am Donnerstag traf das für elf Städte und Landkreise zu.

Die höchsten Zahlen meldete der Landkreis Freyung-Grafenau mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1486,8. Die Landkreise Unterallgäu, Deggendorf und Altötting lagen nur noch knapp unter der Grenze.

Am Mittwoch waren in Bayern deutlich schärfere Corona-Regeln in Kraft getreten, die Hotspot-Regeln für die Landkreise und kreisfreien Städte gelten aber erst ab Donnerstag. Auch außerhalb der Hotspots gelten nun für Ungeimpfte Kontaktbeschränkungen. Clubs, Diskotheken und Bars mussten schließen, Restaurants dürfen nur noch bis 22.00 Uhr öffnen. Alle Weihnachtsmärkte wurden untersagt, bei Kultur- und Sportveranstaltungen darf nur noch jeder vierte Zuschauerplatz besetzt werden.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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