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Die Corona-Inzidenz in München sinkt leicht ‒ Hospitalisierungsinzidenz erreicht kritischen Wert

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Eine Corona-Intensivstation.
Die Corona-Inzidenz in München steigt und die Intensivbetten der Kliniken werden für Notfälle reserviert. (Symbolbild) © Waltraud Grubitzsch/dpa

Das Infektionsgeschehen in München ist weiter sehr hoch. Auch die Lage auf den Intensivstationen ist sehr angespannt. Die Hospitalisierungsinzidenz erreicht Schwellenwert.

Update Montag, 22. November, 10:50 Uhr

Immer weniger freie Intensivbetten in München - Bayern übertrifft eine Millionen Fälle insgesamt

Zum Beginn der neuen Woche ist keine wirkliche Besserung des Infektionsgeschehens in Sicht. Für die Stadt München meldet das RKI eine Inzidenz von 705,3 am Montagmorgen. Immerhin leicht niedriger als noch am Freitag und am Sonntag.

In den Münchner Kliniken ist die Situation weiterhin angespannt. Laut Divi Intensivregister sind inzwischen nur noch 20 Intensivbetten in der Landeshauptstadt frei - 432 derer sind belegt. Aktuell befinden sich 123 Covid-19 Patienten auf der Intensivstation, davon werden über 50% invasiv beatmet.

Hospitalisierungsinzidenz über 9 - Inzidenz in Bayern nur von Sachsen und Thüringen übertroffen

Auch im Freistaat ist die Lage weiterhin kritisch. Mit einem Wert von 640,0 hat Bayern die dritthöchste Inzidenz unter den Bundesländern in Deutschland - nur Sachsen und Thüringen erreichen laut RKI einen höheren Wert. Dabei haben sich in Bayern inzwischen seit Beginn der Pandemie über eine Millionen Menschen infiziert - nur in NRW infizierten sich mehr Menschen.

Ebenso auf den bayerischen Intensivstationen findet die Notlage kein Ende. Von 3134 Intensivbetten sind laut Divi Intensivregister nur noch 316 bayernweit frei - also knapp 10%. Mit 961 von Covid-19 Patienten belegten Betten scheint Bayern auch hier die nächste unrühmliche Marke zu knacken: Sollte sich der Trend fortsetzen, werden bald 1000 Intensivbetten von Covid-19 Patienten belegt.

Einen weiteren Schwellenwert hat die Hospitalisierungsinzidenz in Bayern erreicht. Mit einem Wert von 9,1 überragt er die Grenze von 9,0 knapp. Damit können schon bald weitere Einschränkungen, wie zum Beispiel die Absage von Veranstaltungen, auf uns zukommen.

Ursprungsmeldung vom Donnerstag, 18. November

Die Corona-Inzidenz in München steigt seit Tagen ungebremst und erreicht eine neuen Rekord-Wert. Meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwoch noch einen Wert von 496,6, liegt die Inzidenz am Donnerstag bereits bei 694,8.

Die Landeshauptstadt war in der Vergangenheit von Meldeverzögerungen betroffen, die den Wert nach unten verzerrten. Seit dort die Bundeswehr bei der Erfassung der Neu-Infektionen hilft, haben sich die gemeldeten Werte rasant erhöht. Noch vor Wochenfrist lag die nach unten verzerrte offizielle Inzidenz bei 93,3. Auch andere Landkreise und Städte in Bayern waren von der Verzerrung betroffen.

Corona-Inzidenz in München bei 694,8 - Kliniken reservieren Intensivbetten für Notfälle

Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Zahlen hat die Regierung von Oberbayern den Notfallplan für Corona-Schwerpunkt-Krankenhäuser ausgerufen. Stationäre Behandlungen wie Knie- oder Hüftoperationen, die unter medizinischen Aspekten verschoben werden können, sollen bis zum 10. Januar nicht mehr stattfinden. Die Kliniken sollen die Intensivbetten für Notfälle, wie Herzinfarkte oder Tumoroperationen, und Corona-Patienten freihalten, um eine Überlastung zu verhindern.

Laut DIVI-Intensivregister sind am Donnerstagmorgen nur noch 23 Intensivbetten in München frei. 114 Corona-Patienten sind in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 62 invasiv beatmet.

Corona-Inzidenz und Todesfälle in Bayern steigen ‒ Bald eine Millionen Fälle in der Pandemie

Auch in Bayern steigen die Corona-Zahlen immer weiter. Am Donnerstag erreichte die vom RKI für den Freistaat ausgewiesene Inzidenz den Wert 609,5 (Vortag 568,4). Bayern hat damit die bundesweit zweithöchste Corona-Inzidenz hinter Sachsen.

Binnen eines Tages stieg die Zahl der gemeldeten Covid-19-Fälle in Bayern um 19 141. Hält der Trend an, wird wahrscheinlich bereits am Freitag die Grenze von einer Million gemeldeten Infektionen seit Beginn der Pandemie erreicht. Die Zahl der im Zusammenhang mit Corona verzeichneten Todesfälle stieg um 85 auf 16 810.

Die höchste Inzidenz in Bayern wurde am Donnerstagmorgen mit 1359,6 für den Landkreis Rottal-Inn gemeldet. Dahinter folgen die Landkreise Freyung-Grafenau mit 1272,4 und Mühldorf am Inn mit 1138,4. Insgesamt gibt es sieben Landkreise mit Inzidenzen über 1000. Der niedrigste Wert in Bayern wird derzeit aus der kreisfreien Stadt Amberg mit 209,3 gemeldet.

dpa/lby/jh/kw

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