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Corona-Inzidenz an Schulen in Bayern geht durch die Decke ‒ Auch Lehrer müssen zu Hause bleiben

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Von: Jonas Hönle

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Die weiterführenden Schulen in Bayern öffnen ab 15. März wieder.
Die Corona-Inzidenz an Schulen in Bayern steigt weiter an. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa

Chaos an Schulen - Die Corona-Inzidenz bei Schülern in Bayern bricht weiterhin alle Rekorde. Zudem fallen vermehrt Lehrer wegen positiven Tests oder Quarantäne aus.

Die Corona-Zahlen an Schulen in Bayern steigen weiterhin stark an. Die Inzidenz bei den Schülern erreichen immer neue Rekorde und auch viele Lehrer müssen wegen Corona zu Hause bleiben.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Corona-Inzidenz unter Schüler in Bayern

Wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte, sind die sechs- bis elfjährigen Schüler mit einer Corona-Inzidenz von 3727 am stärksten betroffen. Das ist ein Anstieg um gut 70 Prozent zum vor einer Woche gemeldeten Wert.

Die Inzidenz liegt bei den unter zwölf- bis 15-Jährigen bei 2569, in der Gruppe im Alter von 16 bis 19 Jahren bei 2183.

Die Inzidenz bei Kindern im Vorschulalter bis fünf Jahren gibt das LGL mit 1707 an. In der Gruppe stieg der Wert in der letzten Zeit. Hier könnte die Testpflicht in den Kitas dazu beigetragen haben, dass weniger asymptotische Erkrankungen übersehen werden.

Quarantäne, Isolation oder mehr Tests - Was geschieht bei einem Corona-Fall in der Klasse? Das Gesundheitsreferat München informiert über die Regeln an Schulen.

Chaos an Schulen in Bayern: Hohe Inzidenz unter Schülern - Lehrer wegen Corona zu Hause

Nach Angaben des bayerischen Kultusministeriums befinden inzwischen gut zwei Prozent aller Lehrkräfte im Zusammenhang mit Corona zu Hause. 1,6 Prozent fehlen aufgrund eines positiven Corona-Tests und 0,43 Prozent befinden sich in Quarantäne. 0,09 Prozent gehören zur einer Risikogruppe und stehen deshalb für normalen Unterricht nicht zu Verfügung.

Man könne inzwischen von einem „Chaos an den Schulen sprechen“, sagte die Präsidentin des Lehrerverbands BLLV, Simone Fleischmann. Sie kritisierte, dass die Schulleiter sich derzeit in einer schwierigen Situation befänden, wenn die Gesundheitsämter vor Ort bei den Entscheidungen über Quarantäne und Klassenschließungen nicht mehr hinterherkämen.

„Machen wir einfach weiter und riskieren wir eine Durchseuchung?“, fragte Fleischmann. „Oder erkennen wir an, dass es Schulen gibt, wo es nicht mehr geht?“, weil Lehrer wegen Lehrermangel und Corona fehlten und so viele Schüler nicht an der Schule seien, dass es sich nicht mehr lohne Präsenzunterricht zu halten. Dabei gebe es keine einheitlichen Lösungen, betonte sie. Aber wo es mit dem grundsätzlich gewünschten Präsenzunterricht nicht funktioniere, könne es notwendig werden, auf Distanzunterricht zu wechseln.

Die aktuelle Corona-Inzidenz in München und Bayern.

Quelle: www.hallo-muenchen.de

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