Ab Montag

Keine Corona-Maske im Unterricht ‒ Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen in Bayern

Die weiterführenden Schulen in Bayern öffnen ab 15. März wieder.
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An Schulen in Bayern fällt die Corona-Maskenpflicht im Unterricht. (Symbolbild)

Viele Schüler, Lehrer und Eltern in Bayern haben auf die Lockerung der Corona-Maskenpflicht in Schulen gewartet. Seit Montag muss im Unterricht keine Maske mehr getragen werden.

  • Corona-Lockerung an Schulen in Bayern.
  • Ab Montag greift die Maskenpflicht nicht mehr.
  • Schüler müssen keine Maske im Unterricht tragen.

In Bayern greift seit Montag die Lockerung zur Maskenpflicht an Schulen. Im Unterricht müssen Schüler keine Corona-Maske mehr tragen. Das gilt auch bei sonstigen Schulveranstaltungen und in der Mittagsbetreuung - und zwar auch dann, wenn am Platz der Mindestabstand zum Nachbarn nicht eingehalten wird. Ansonsten müssen die Schüler im Schulgebäude weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Das Kabinett hatte die Corona-Lockerung am Donnerstag beschlossen. Bereits am Mittwoch waren die Änderungen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) angekündigt worden.

Der Realschullehrerverband hält die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht für den richtigen Schritt. Jedoch müsse dies klar von einer lückenlosen 3G-Regelung für alle Personen, die ein Schulgebäude betreten, flankiert werden, sagte Landesvorsitzender Jürgen Böhm.

Es sei verpasst worden, hierzu klare, einheitliche Regeln zu erlassen. „Es ist für Eltern, Schüler oder Lehrkräfte nicht mehr ersichtlich oder kommunizierbar, warum bei einem Weihnachtsbasar an der Schule die 3G-Regeln gelten sollen, bei einem Elternabend aber nicht.“

Corona-Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen in Bayern

Über die Aufhebung wird seit Tagen gestritten. Ärztevertreter hatten eine generelle Fortsetzung der Maßnahme an Schulen als unangemessen bezeichnet. Befürworter der Pflicht halten hingegen eine Aufhebung angesichts der hohen Zahl an Ungeimpften und der Infektionslage - gerade unter jungen Menschen - für verfrüht. Das Coronavirus geht nach RKI-Daten besonders stark bei Kindern ab dem Vorschulalter und Jugendlichen bis 19 Jahren um.

Die Frage der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Covid-19 wird schon seit langem kontrovers diskutiert. Befürworter strengerer Sicherheitsmaßnahmen an Schulen argumentieren, dass auch Kinder schwer erkranken könnten, und weisen auf mögliche Langzeitfolgen („Long Covid“) hin. Kinder- und Jugendmediziner hatten

Anfang September dagegen in einem offenen Brief für weniger strenge Maßnahmen geworben: Es sei wissenschaftlicher Konsens, dass Kinder und Jugendliche nur in seltenen Fällen schwer erkranken und in der Regel schnell genesen würden.

dpa/lby/jh

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