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Corona-Inzidenz und Krankenhaus-Auslastung: Aktuelle Zahlen für München, Bayern und Deutschland

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Von: Benedikt Strobach

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Corona in München
Eine Corona-Maskenpflicht gibt es mittlerweile nur noch in wenigen Bereichen. Die Inzidenz-Werte steigen in München, Bayern und Deutschland in den vergangenen Wochen wieder an. © Peter Kneffel/dpa

Die Corona-Inzidenz sinkt laut RKI für München, Bayern und Deutschland am Wochenende leicht. Die Intensivbetten-Auslastung ist weiterhin sehr hoch.

München ‒ Die Corona-Inzidenz für München ist laut Robert Koch-Institut (RKI) im Vergleich zu vergangenem Freitag minimal gesunken. Der Wert der bayerischen Landeshauptstadt liegt am vierten Advent bei 122,1. Der Freistaat steht bei 120,2. Bundesweit beträgt die Inzidenz laut RKI 241,6. Während all diese Werte im Vergleich zu Freitag leicht sinken, steigen sie jedoch im Vergleich zu den letzten Wochen an.

+++ Die Corona-Inzidenz in München, Bayern und Deutschland am Montag im Überblick. +++

Corona in München, Bayern und Deutschland: die aktuellen Zahlen zu Inzidenz und Krankenhaus-Auslastung

Konkret bedeutet das: Am Freitag lag die Inzidenz in München noch bei 122,9. Vergangenen Sonntag, also am dritten Advent, hingegen hatte das RKI noch einen Wert von 110,8 gemeldet. Vor einem Monat betrug die Inzidenz in der Stadt sogar nur 86,8. Ein ähnliches Bild ist für den Freistaat Bayern zu beobachten (Freitag: 121,9; Vorwoche: 114,4; Vormonat: 114,4).

Diese Werte sind jedoch mit Vorsicht zu interpretieren. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) übermittelt an Wochenenden und Feiertagen keine Zahlen mehr an das RKI. Daher fällt die Corona-Inzidenz in München und Bayern am Wochenende und zum Start in die neue Woche erfahrungsgemäß verzerrt aus. Die Fälle werden im Wochenverlauf nachgemeldet. Dadurch schwankt die Zahl von Wochentag zu Wochentag.

Auch das RKI schreibt auf seiner Fallzahlen-Website, dass mehrere Bundesländer die Infektionszahlen an Wochenenden nicht mehr übermitteln. Zu bedenken ist zudem, dass Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle ausgehen ‒ vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen.

Die Corona-Zahlen für Deutschland sind also ebenfalls mit Vorsicht zu betrachten. Hier ist im Vergleich zu vergangenem Freitag (Inzidenz von 247,8) ebenfalls ein Sinken der Fallzahlen zu beobachten. Am dritten Advent betrug die Zahl hingegen 215,5. Vergangenen Monat lag der Wert bei 184,8.

Corona in München und Bayern: Krankenhaus-Auslastung weiter extrem hoch - viele Intensivbetten belegt

Kritisch zu sehen ist in München derzeit die Anzahl freier Intensivbetten. Diese ist laut Divi-Intensivregister ab unter 15 Prozent problematisch. Schlimmer wird es bei unter zehn Prozent: Dieser Anteil an Betten muss mindestens frei sein, um akute Notfälle (etwa Schlaganfall oder Herzinfarkt) gut behandeln zu können.

Derzeit sind in der bayerischen Landeshauptstadt lediglich zwölf der insgesamt 424 Intensivbetten frei. Das entspricht einem Anteil von 2,83 Prozent. 29 der Betten sind derzeit von Corona-Erkrankten belegt. Das entspricht einem Anteil von 6,84 Prozent. Davon werden zwölf Personen invasiv beamtet. Damit nimmt der Anteil an Covid-Patienten auf Intensivstationen wieder zu. Die generelle Belegung ist weiterhin kritisch.

Bayernweit ist die Lage auf den Intensivstationen nur minimal besser. Von insgesamt 2973 Betten sind 275, also 9,25 Prozent, frei. Der Anteil an Corona-Patienten ‒ in Relation zur Gesamtbetten-Zahl ‒ beträgt im Freistaat 4,74 Prozent. Das entspricht 141 belegten Betten. 57 der Covid-Patienten werden invasiv beatmet.

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