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Corona in München und Bayern: Welche Regeln nun wo gelten

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Von: Benedikt Strobach

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Corona in München
Die generelle FFP2-Maskenpflicht fällt in München und Bayern im Einzelhandel und bei Freizeitangeboten. Im ÖPNV bleibt sie hingegen bestehen. © Symbolfoto: Matthias Balk/dpa

Am heutigen Sonntag sind deutschlandweit viele Corona-Regeln, wie 2G oder 3G, ausgelaufen. Hallo gibt eine Übersicht, welche Maßnahmen nun wo in München gelten.

Die Corona-Inzidenz ist weiterhin hoch. Trotzdem sind zum heutigen Sonntag, 3. April, viele bundesweit geltende Maßnahmen ausgelaufen. Etwa besteht nun keine generelle Maskenpflicht in Innenräumen des Einzelhandels. Auch entfallen Zutrittsregeln wie 2G (geimpft oder genesen) oder 3G (geimpft, genesen oder negativ getestet). Auch ungeimpfte Personen haben dadurch jetzt wieder uneingeschränkten Zugang zu fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

Es gibt aber noch „Basisschutz“-Bedingungen. Die bayerische Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine neue, bis zum 30. April geltende Infektionsschutzverordnung erlassen. Darin bleiben Maßnahmen wie die FFP2-Maskenpflicht zu Teilen erhalten. Hallo gibt einen Überblick welche Regeln nun wo in München gelten.

Corona in München: Bundesweite Regeln laufen aus - Zugangsbeschränkungen wie 2G oder 3G fallen fast überall weg

Wie bereits erwähnt fallen Zugangsregeln zu Bereichen des öffentlichen Lebens weg. Es gibt also keine allgemeinen 2G- oder 3G-Einlassbeschränkungen mehr. Dies betrifft öffentliche und private Veranstaltungen, die Gastronomie und Hotels sowie Kultur- oder Freizeiteinrichtungen. Alle Veranstalter und Einrichtungen können aber weiterhin freiwillige Schutzkonzepte per Hausrecht umsetzen.

Doch nicht überall fallen die Zugangsregeln: In Kliniken, Alten- und Pflegeheimen in München und Bayern müssen Besucher und Beschäftigte immer noch tagesaktuelle beziehungsweise regelmäßige Tests machen. Auch in Schulen und Kitas bleibt die Testpflicht - zunächst bis zu den Osterferien, die am 11. April beginnen - bestehen. Schülerinnen und Schüler müssen sich dort unabhängig vom Impfstatus mindestens dreimal pro Woche testen lassen. Ungeimpfte Lehrkräfte müssen einen tagesaktuellen, unter Aufsicht durchgeführten Test vorweisen. In Schulen entfällt die Maskenpflicht komplett.

Auch im städtischen Parteiverkehr entfallen die Zugangsbeschränkungen. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von Oberbürgermeister Dieter Reiter entschieden. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske bleibt hingegen für Kundinnen und Kunden bestehen. Auch in Münchner Bädern und Saunen entfallen die Zugangsbeschränkungen. Die zuständigen SWM empfehlen dort weiterhin eigenverantwortlich das Tragen von einem zumindest medizinischen Mund-Nasen-Schutz. Eine FFP2-Maskenpflicht besteht in den Bädern nicht mehr. Im Tierpark Hellabrunn fallen sowohl 2G-Regeln als auch FFP2-Maskenpflicht.

Corona-Regeln in München und Bayern: FFP2-Maskenpflicht gilt im ÖPNV - im Einzelhandel fällt sie aber generell

Stichwort Maske: Im Öffentlichen Personennahverkehr, also bei der Nutzung von Bus, Tram, U- oder S-Bahn, bleibt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske in München und Bayern vorerst bestehen. Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis einschließlich 15 Jahren können aber auch eine OP-Maske (medizinische Maske) benutzen. Auch in Arztpraxen, Krankenhäusern, in Pflegeheimen, Flüchtlingsunterkünften und ähnlichen „vulnerablen Einrichtungen“ bleibt die FFP2-Maske Vorschrift.

Wo der Mundschutz jedoch fällt, ist allgemein im Einzelhandel. Die Stadt München rät auf ihrer Website aber weiterhin zur Einhaltung von Hygienemaßnahmen wie dem Einhalten von Mindestabständen oder dem Tragen einer medizinischen Maske. Die Umsetzung erfolgt jedoch durch die Händler selbst. Die Tagesschau berichtet etwa, dass Handelsketten wie Edeka, Ikea, Thalia, Ernsting‘s Family, Media Markt und Saturn die Pflicht zum Tragen einer Maske in ihren Läden abschaffen will. Dort wird jedoch weiterhin die Nutzung eines Mund-Nase-Schutzes empfohlen.

Laut einer Umfrage des Handelsverbands Bayern mit 979 befragten Einzelhändlern im Freistaat wollen nur 11,7 Prozent, also etwa jeder Neunte, an der Maskenpflicht festhalten. Ein Großteil der Befragten lockere die Vorgaben „mit Magengrummeln und einer Faust in der Tasche“, wie HBE-Geschäftsführer Bernd Ohlmann der Deutschen Presse-Agentur sagte. Dass der Anteil der Händler, die per Hausrecht an der Pflicht festhalten, so viel geringer ist, als der der Abschaffungs-Kritiker, erklärte er damit, dass viele Händler in Sorge seien, sonst Kunden zu verlieren. Sei es an die maskenfreie Konkurrenz oder an den Onlinehandel.

Wie und ob sich die Lockerungen auf die Corona-Zahlen auswirken, bleibt abzuwarten. Der Inzidenz-Wert für München beträgt am Sonntag laut Robert Koch-Institut 1722,6 (bayernweit liegt die für Einschränkungen maßgebende Kennzahl bei 1838,2, für Deutschland beträgt sie 1457,9). Auch die Auslastung der Krankenhausbetten ist derzeit extrem hoch. Eine Hotspot-Regelung, die strengere Schutzmaßnahmen wie eine generelle Maseknpflicht im Einzelhandel vorschreibt, sei laut Söder im Freistaat aber nicht geplant. Davon machen derzeit Hamburg (Inzidenz: 1196,2) und Mecklenburg-Vorpommern (1806,0) Gebrauch.

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