Ab Mittwoch

Neue Corona-Regeln in Bayern für Veranstaltungen, Gastronomie und Kultur ‒ Welche Lockerungen ab heute gelten

Eine FFP2-Maske liegt neben einer Tasse Kaffee auf einem Tisch.
+
Neue Corona-Lockerungen in Bayern für Gastronomie, Veranstaltungen und Kultur. (Symbolbild)

Mit den neuen Corona-Regeln kehrt Bayern zu mehr Normalität zurück. Mit 2G oder 3G Plus bei Veranstaltungen, Gastronomie und Kultur kommen viele Lockerungen...

  • Mehr Normalität mit neuen Corona-Regeln in Bayern.
  • Freiwillige 2G- und 3G Plus-Regel bringen Lockerungen für Veranstaltungen, Gastronomie und Kultur.
  • Die neuen Regeln ab Mittwoch (06. Oktober) im Überblick...

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie kehrt Bayern zu mehr Normalität zurück. Der Freistaat ebnet vollständig Geimpften und Genesenen den Weg zu weiteren Lockerungen bei Veranstaltungen. Für rund zwei Drittel der Menschen in Bayern dürfen damit mehrere Corona-Regeln fallen.

Voraussetzung ist, dass Veranstalter das 2G-Prinzip wollen und sich an entsprechende Maßnahmen halten. Auch das 3G Plus Modell ist möglich. Dabei wird, wer sich einem PCR-Test unterzieht, wie ein Geimpfter behandelt.

Ein Überblick über die neuen Corona-Regeln in Bayern:

Corona-Lockerungen in Bayern: 2G oder 3G Plus - Die neuen Regeln für Veranstaltungen

Im Prinzip haben Veranstalter, Gastwirte und Bühnen künftig die Wahl: Überall dort, wie bisher die sogenannte 3G-Regel herrscht - also etwa bei Sportveranstaltungen, in der Kultur, im Kino, bei Kongressen oder auch in der Gastronomie - besteht künftig die Option, die Neuregelung anzuwenden - oder es bei der bisherigen Vorgehensweise zu belassen.

Entscheidet man sich für die Neuregelung, besteht die Wahl zwischen der 2G-Regel und der 3G-plus-Regel. Im Gegenzug fallen Maskenpflicht, Abstandsregel und gegebenenfalls auch Alkoholverbot und Personenobergrenze.

Heißt im Klartext: Vollständig Geimpfte und von Corona Genesene (2G) haben bei öffentlichen Veranstaltungen weitgehend freie Bahn, diejenigen, die sich einem PCR-Test unterziehen und negativ getestet werden (3G plus) ebenfalls - vorausgesetzt, der Veranstalter unterwirft sich auch auf freiwilliger Basis den neuen Corona-Regeln.

Kontrolle der 2G- und 3G Plus-Regel für die neuen Corona-Lockerungen in Bayern

Dem Beschluss des Kabinetts zufolge stehen Veranstalter für die ermöglichten Corona-Lockerungen in der Pflicht, die Voraussetzungen für den Zutritt zu überwachen und dies auch mit einer Identitätskontrolle abzusichern.

Das heißt: Sie müssen sich einen Nachweis über Impfung oder Genesenen-Status oder - im Falle von 3G plus - auch einen PCR-Test zeigen lassen - und über den Personalausweis überprüfen, ob auch alles seine Richtigkeit hat.

Neue Corona-Regeln und Lockerungen für die Gastronomie in Bayern

Gastwirte, die die neuen Corona-Regeln umsetzten, können den Gang zur Toilette ohne Maske erlauben. Außerdem sind Musik und Tanz in Lokalen möglich, die Tische dürfen enger zusammengerückt werden. Auch zehn Leute an einem Biertisch wären dann wieder möglich.

Erkauft wird das Ganze durch möglicherweise längere Schlangen beim Einlass, weil die Kontrollen gegebenenfalls etwas ausführlicher sein müssen als beim bisherigen 3G-Verfahren.

Die Präsidentin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Bayern, Angela Inselkammer, begrüßte die Neuerung und bat schon jetzt alle Gäste, die Regeln auch wirklich ernst zu nehmen. „Dafür wird die Lebensfreude nach der Kontrolle umso größer ausfallen“, sagte sie.

Mit 2G oder 3G Plus - Neue Corona-Lockerungen für die Kultur in Bayern

Die bayerischen Kulturschaffenden begrüßen die neuen Regeln weitgehend - so gibt es jedenfalls Kunstminister Bernd Sibler (CSU) wider, der am Dienstag mit zahlreichen Intendanten und privaten Künstlern telefoniert hat. Er gehe davon aus, dass die Staatstheater mit großer Mehrheit die 3G-plus-Regel einführen werden.

Die Maskenpflicht im Publikum sei bisher als Einschränkung empfunden worden. Auch könne dann im Umfeld der Aufführungen wieder ein Glas Wein oder Sekt getrunken werden. Bisher galt für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern Alkohol-Ausschankverbot.

Was machen Kinder ohne Corona-Impfung?

Sofern das 3G-plus-Konzept angewandt wird, dürfen kleine Kinder und Schüler, die ohnehin regelmäßig beim Unterrichtsbesuch getestet werden, ohne weitere Einschränkung Zutritt erhalten. Das hält der Kabinettsbeschluss ausdrücklich fest.

Die Regelung gilt auch für Schüler, die nicht nach dem PCR-Pooltest-Verfahren getestet werden, sondern sich mehrmals pro Woche einem Antigen-Schnelltest unterziehen. Über eine gesonderte Regelung für Kinder bei Veranstaltungen mit 2G-Konzept sagt der Bericht der Staatsregierung zur Kabinettssitzung nichts.

Gibt es schon erste Resonanz?

In der Fußball-Bundesliga will etwa der FC Bayern München die Allianz Arena beim nächsten Heimspiel am 23. Oktober erstmals seit eineinhalb Jahren wieder 75 000 Zuschauer zulassen. Voraussetzung sei die 3G-Plus-Regelung, teilte der Verein mit.

Die SpVgg Greuther Fürth will schon am Wochenende beim Heimspiel gegen den potenziellen Konkurrenten um den Klassenerhalt, den VfL Bochum, auf der Grundlage des 3G-plus-Konzepts wieder alle 16 626 Plätze freigeben.

Anders beim Zweitligisten in Ingolstadt: Dort wollen die Verantwortlichen zunächst weiter auf das bisherige 3G-System setzen, bei dem auch ein Antigen-Schnelltest zum Einlass ausreicht, dafür aber Restriktionen im Stadion-Innenraum gelten.

dpa/lby/jh

Auch interessant

Kommentare