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Verschärfte Kontrolle der Corona-Regeln in Bayern ‒ auch der Katastrophenfall könnte wieder ausgerufen werden

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2G-Regel wegen Corona.
In Bayern gilt wegen der Corona-Lage weitgehend die 2G-Regel. (Symbolbild) © Robert Michael/dpa

Rote Krankenhaus-Ampel und steigende Corona-Inzidenz: Die Polizei in Bayern soll die Einhaltung der 2G-Regel verstärkt kontrollieren. Auch der Katastrophenfall ist wieder möglich.

Die Corona-Lage in Bayern spitzt sich immer weiter zu. Am Mittwoch liegt die 7-Tage-Inzidenz in Bayern nach Angaben des Robert-Koch-Institut (RKI) bei 395,8. Ein Landkreis hat sogar die 1000er Marke geknackt. Laut RKI liegt der Wert in Rottal-Inn bei 1104,3.

In den Intensivstationen der Krankenhäuser wird herrscht derweil Platzmangel. Wie aus dem DIVI-Intensivregister hervor geht, liegen am Donnerstagmorgen 657 Corona-Patienten auf Intensivbetten. Davon müssen 347 invasiv beatmet werden.

Die Krankenhaus-Ampel im Freistaat steht damit zurzeit auf Rot. Die für diese Stufe geltenden Regeln wurden am Dienstag noch einmal angepasst.

Verschärfte Kontrolle der Corona-Regeln in Bayern - 2G-Prinzip gilt weitgehend bei roter Krankenhaus-Ampel

Doch trotz der sich zuspitzenden Lage auf den Intensivstationen verzichtet Bayern zunächst auf die flächendeckende Einführung der 2G-Regel. Für Schüler gelten zum Beispiel Sonderregeln für die Ausübung ihrer Hobbys.

Weitgehend gilt aber 2G in Bayern, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrates in München. Es sei zudem nicht auszuschließen, dass es je nach Verlauf der Pandemie zu einer flächendeckenden Verschärfung komme - also auch in der Gastronomie. Nach dem 2G-Prinzip haben nur vollständig gegen Corona Geimpfte und Genesen sowie Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Innenräumen.

Söder betonte, entscheidend für den Kampf gegen die vierte Corona-Welle sei die konsequente Umsetzung der geltenden Regeln. „Die Kontrolldichte wird sich sehr verändern“, sagte er.

Dabei sollen die Kreisverwaltungsbehörden verstärkt durch die bayerische Polizei unterstützt werden. Die Kontrollen sollen systematisch erfolgen und sich besonders auf die flächendeckende Einhaltung der 2G und 3G-Regeln konzentrieren. Dabei könne die Polizei auch unmittelbar ein Verwarnungsgeld erheben.

In der Konsequenz drohten bei Verstößen Bußgelder oder im Wiederholungsfall die vorübergehende Schließung von Betrieben und Einrichtungen.

Katastrophenfall in Bayern wieder möglich - Corona-Lage spitz sich zu

Um die Kliniken und die Kommunen etwa beim Intensivtransport oder im Sanitätswesen zu entlasten, soll zudem geklärt werden, wie die Bundeswehr in die Pandemiebekämpfung eingebunden werden kann. Ferner werde geprüft, wie andere Kliniken sowie Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation in das Versorgungsgeschehen einbezogen werden können.

Um die Verlegung von Patienten zu erleichtern, könnte in den kommenden Tagen auch erneut der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen werden.

BS/dpa/lby/jh

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