Verbesserungen sind überfällig

BA Trudering-Riem zum MVG-Leistungsprogramm 2022

Der Bezirksausschuss Trudering-Riem kritisiert, dass in Trudering Fahrgäste von U- und S-Bahn im Freien warten müssen, obwohl der Bus schon längst an der Busplatte steht.Foto: rw
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Der Bezirksausschuss Trudering-Riem kritisiert, dass in Trudering Fahrgäste von U- und S-Bahn im Freien warten müssen, obwohl der Bus schon längst an der Busplatte steht.Foto: rw

Es ist Zeit für überfällige Qualitätssicherung und -verbesserung bei der MVG. Da ist sich der Bezirksausschuss Trudering-Riem sicher und stellt Forderungen für das MVG-Leistungs­programm 2022.

Vier Kernpunkte enthält der Antrag, den das Truderinger „Stadtteilparlament“ auf Ini­tiative seines Behindertenbeauftragten Georg Kronawitter beschlossen hat. So soll die MVG für eine verlässliche Anschlusssicherung beim U2/U5-Rendezvous-Bahnhof „Innsbrucker Ring“ während der Schwachverkehrszeiten sorgen. Zudem fordert das Gremium eine strikte Beibehaltung gleicher Abfahrts-„Minuten“ den gesamten Tag über insbesondere bei den Bussen am Samstag und Sonntag, eine bessere Abstimmung zum S-Bahn-Fahrplan in Trudering insbesondere nach 22 Uhr sowie eine frühzeitige Öffnung wartender Busse für Fahrgäste in Trudering.

„Unter Verweis auf die Pandemie-bedingten Einbrüche bei den Fahrgastzahlen wurden schon 2021 alle angedachten quantitativen Verbesserungen beim Busangebot in unserem Stadtbezirk nicht realisiert. Für 2022 schaut es ähnlich aus“, begründet Kronawitter seinen Vorstoß. Es bestehe kein Zweifel, dass das MVG-ÖPNV-Angebot unter verstärktem Konkurrenzdruck durch Fahrrad und motorisierten Individualverkehr stehe. Aber genau deshalb sei angesagt, die Attraktivität zu steigern.

Das Leistungsprogramm 2022 biete eine gute Gelegenheit, bekannte Qualitätsmängel im MVG-Angebot zu beseitigen. Es sei etwa nicht hinnehmbar, das an einem Sonntagnachmittag die U5 stadteinwärts der U2 am Innsbrucker Ring „geradezu davon fährt und die Umsteiger neun Minuten auf ihren Anschluss frustriert warten müssen“, so Kronawitter. Dass das Rendezvous von U2/U5 während des Fünf-Minuten-Takts oft nicht eingehalten werde, sei vielleicht noch verschmerzbar – nicht jedoch bei einem Zehn-Minuten-Takt auf der U-Bahn.

Wenig kundenfreundlich sei es auch, wenn innerhalb eines Tages die Abfahrtszeiten an Bushaltestellen aus nicht nachvollziehbaren Gründen variiert würden. Insbesondere dann nicht, wenn dadurch Anschlüsse an S- und U-Bahn nicht mehr passen würden

Und Last but not least sei es insbesondere in der kalten Jahreszeit wünschenswert, dass in Trudering Fahrgäste von U- und S-Bahn nicht im Freien frierend warten müssen, obwohl der Bus schon längst an der Busplatte stehe – aber mit geschlossenen Türen.

„Der BA erkennt an, dass die wirtschaftliche Situation der MVG und der Stadt München keine Ausweitung des Angebots bei Bussen und U-Bahn erlaubt. Umso wichtiger ist es, an der Angebotsqualität zu arbeiten, insbesondere was die Verlässlichkeit von Umsteigebeziehungen betrifft. Gerade spätabends müssen die Fahrpläne so ausgelegt sein, dass die Übergänge zwischen U/S-Bahn und den MVG-Bussen in Trudering ,funktionieren‘. Auch sollten Fahrgäste sich in wartende Busse setzen dürfen, anstatt in der Kälte verharren zu müssen. Dies alles ist für null Euro zu haben“, erklärt Kronawitter.

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