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Auftakt zum heißen August

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Über 100 ehrenamtliche Ärzte und Sanitätskräfte unter Leitung der Johanniter sind am Konzertgelände im Norden der Messe München im Einsatz.
Über 100 ehrenamtliche Ärzte und Sanitätskräfte unter Leitung der Johanniter sind am Konzertgelände im Norden der Messe München im Einsatz. © Tobias Grosser/Johanniter

Auf einen lauten August mit Einschränkungen müssen sich die Nachbarn der Messe München einstellen. Grund ist der Konzertsommer mit drei Großkonzerten auf dem Messegelände in Riem. Heiß wird der August dabei auch für die Johanniter.

Den Auftakt des Konzertsommers macht Andreas Gabalier am 6. August. Darauf folgt am 20. August das Konzert von Helene Fischer. Den Abschluss der Konzert-Trilogie bildet Rob­bie Williams am 27. August. Alle drei Konzerte beginnen um 20 Uhr, das Konzertgelände ist bereits ab 12 Uhr geöffnet.

„Selbstverständlich haben wir im Vorfeld in Zusammenarbeit mit Behörden und Institutionen alles getan, um im Rahmen des Möglichen Auswirkungen auf die Nachbarschaft zu vermeiden. Dennoch werden die drei Konzerte nicht völlig ohne Beeinträchtigungen für den angrenzenden Stadtteil durchgeführt werden können“, heißt es in einem Schreiben der Messe München an die Anwohner. Überwiegend werde dies die Bereiche Verkehr sowie den Geräuschpegel betreffen.

So ist zur sicheren Besucherlenkung nach Konzertende die Willy-Brandt-Allee in West-Ost-Richtung halbseitig gesperrt ist. Ebenso ist nach Konzertende der U-Bahnhof Messestadt Ost gesperrt. Eine Erreichbarkeit der Messestadt sei jederzeit gegeben.

Im Fall von nachhaltigen Beeinträchtigungen können Anwohner unter 089 949-55368 anrufen. Die Hotline steht an den Konzerttagen von 11 bis 2 Uhr zur Verfügung.

Bei dem Konzert von Andreas Gabalier sind über 100 Kräfte der Johanniter im Einsatz. Sie empfehlen den Besuchern festes und bequemes Schuhwerk. Das klingt verwunderlich, hat aber einen Grund. „Bei Konzerten von Andreas Gabalier haben wir in der Vergangenheit meterweise Pflaster ausgegeben, weil Haferlschuh noch nicht eingelaufen waren oder die Pumps zum Dirndl Blasen verursacht haben“, berichtet der Johanniter-Einsatzleiter Markus Bauer. „Es sind auch nicht alle Flächen des Konzertgeländes asphaltiert und durch die Wege von der U-Bahn oder von den Parkplätzen kommen da am Konzerttag schon einige Kilometer zusammen. Das Schuhwerk sollte also stimmen.“ Über 100 ehrenamtliche Ärzte und Sanitätskräfte unter Leitung der Johanniter sind am 6. August am Konzertgelände im Norden der Messe München im Einsatz.

„Für viele ist es das erste große Open-Air-Konzert nach zwei Jahren Pause, darum sollte man sich durchaus auf den Abend vorbereiten“, so Markus Bauer weiter. „Ein Konzert ist anstrengend, anderthalb bis zwei Liter alkoholfreie Flüssigkeit sollte man seinem Körper dabei schon gönnen.“ Und auch wenn die Temperaturen am Samstag wieder kühler sein dürften, empfiehlt Bauer: „Packt einen Sonnenschutz ein, denn Schattenplätze sind auf dem Messegelände rar. Allerdings rechnen wir derzeit eher mit Gewittern. Ein Regenponcho schadet also nicht, denn Schirme sind auf dem Konzertgelände aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen.“

Um den Konzertbesuchern bei Notfällen oder auch bei kleinen Blessuren schnell helfen zu können, sind am Samstag fünf Sanitätsstationen auf dem Konzertgelände in Betrieb. Neben Sanitätsteams zu Fuß stehen zudem Teams mit zusätzlichen Einsatzfahrzeugen bereit. Darunter auch Einsatzmotorräder als Lotsen und schnelle Ersthelfer.

Mit dem Auftritt von Andreas Gabalier starten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Johanniter in einen wahrlich heißen August, denn nach dem Österreicher stehen schon Helene Fischer und Robbie Williams in den Startlöchern, um auf der gigantischen Bühne am Messegelände einzuheizen – und zum Teil parallel dazu findet mit den European Champion­ships Munich 2022 die größte Multi-Sportveranstaltung seit Olympia 1972 in München statt. Auch hier sind die Johanniter gemeinsam mit dem Bayerischen Roten Kreuz für die Versorgung von Athleten und Publikum verantwortlich. Markus Bauer: „In München ist immer eine Menge geboten. Besonders auch für ehrenamtliche Einsatzkräfte, darum suchen wir auch ständig neue Helfer und bilden diese aus.“

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