Flächen sinnvoll nutzen

Die Linke aus Berg am Laim fordert Zwischennutzung

Das Gebäude der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in München.
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Jahrzehnte lang wurde in der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein hochprozentiger Alkohol produziert.

„Jungen Menschen Raum geben“, so das Motto des Münchner Sozialreferats, wenn es darum geht, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Möglichkeiten zur nicht kommerziellen und kulturellen Entfaltung zu schaffen. Gerade in Pandemiezeiten, aber auch unabhängig davon, sollten Freiräume zur Verfügung gestellt werden – und da kommt das ehemalige Gelände der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein in der Neumarkter Straße ins Spiel.

Das seit mehr als vier Jahren weitestgehend ungenutzte zwei Hektar große Areal könnte einen solchen Freiraum bieten, als Zwischennutzung versteht sich. Laut Antrag der Linken, vertreten durch Julian Zieglmaier, ist das Gelände derzeit von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an die Stadt überlassen, „um dort medizinische Artikel zu lagern, die allerdings keinesfalls den gesamten zur Verfügung stehenden Platz benötigen“.

Das Areal sei außerdem verkehrlich sehr gut angebunden, würde gute bauliche Voraussetzungen und ausreichend Fläche bieten und könnte auch für alle Bürger in Berg am Laim ein Ort für tolle, vielfältige und nicht kommerzielle kulturelle Angebote und kulturelle Selbstentfaltung darstellen, an der es im Stadtbezirk sonst weitestgehend mangelt, so die Argumentation der Linken.

Das Vorhaben sollte entsprechend des Common-Ground-Konzepts realisiert werden. Das heißt, auf dem Gelände würden verschiedene Welten aufeinander treffen. Es sollen zum Beispiel Lesungen, Konzerte, Jam-Sessions, Theater- und Filmvorstellungen veranstaltet werden, zugleich als ein Ort für Wissensaustausch und die Vernetzung innerhalb der kreativen Szene verstanden werden. Auch eine Anlaufstelle für Psychotherapie oder Flohmärkte seien denkbar.

Der Bezirksausschuss jedenfalls steht hinter der Idee der Linken und stimmte dem Vorhaben mehrheitlich zu. Bleibt abzuwarten, wie die Stadt darauf reagiert.

Roman Wintz

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