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Die meisten Elektro-Autos fahren in München ‒ Der Mangel an E-Ladesäulen in Bayern bereitet jedoch Sorge

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Von: Jonas Hönle

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Ein Elektroauto an einer E-Ladesäule
Der Mangel an E-Ladesäule in Bayern ist für viele Haushalte ein Hindernis für den Kauf eines Elektro-Auto. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa

In München sind mehr Elektro-Autos als in Berlin zugelassen, in Bayern ist der Mangel an E-Ladesäulen jedoch für viele Haushalte ein Hindernis für den Kauf.

In der Stadt München sind deutschlandweit die meisten Elektro-Autos zugelassen. Dabei liegt die bayerische Landeshauptstadt mit insgesamt 35 127 reinen batteriegetriebenen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden sogar vor dem mehr als doppelt so großen Berlin. Das geht aus aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (Stand 1. Januar 2022) hervor.

München liegt bei der Dichte der privaten Autos in Bayern auf dem hintersten Platz.

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*HalloMuenchen.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA. © Hallo München

In München sind die meisten Elektro-Autos zugelassen - BMW dürfte dabei eine entscheidende Rolle spielen

Beim Anteil der E-Autos am Fahrzeugbestand liegen allerdings Ingolstadt mit 7,0 Prozent und der Landkreis München mit 5,1 vor München Stadt (4,7 Prozent).

München und Ingolstadt profitieren in der Statistik anscheinend, als Heimat von BMW beziehungsweise Audi, von den auf die beiden Autohersteller zugelassenen Fahrzeuge. Im Landkreis München dürfte der Autovermieter Sixt eine Rolle spielen.

Die niedrigsten E-Auto-Anteile finden sich in den Landkreisen Kronach mit 1,5 sowie in Cham, und Straubing-Bogen mit je 1,6 Prozent. Bayerweiter Durchschnitt sind 2,6 Prozent - 0,2 Prozentpunkte mehr als deutschlandweit.

Mangel an E-Ladesäulen in Bayern ist ein Hindernis für den Kauf eines Elektro-Autos

Auch bei der Versorgung mit öffentlichen Ladepunkten steht Bayern leicht überdurchschnittlich da. Einer Studie der staatlichen KfW-Bank zufolge müssen sich im Freistaat 21,9 Fahrzeuge einen E-Ladepunkt teilen. Bundesweit sind es 23.

Dennoch nannten in einer Erhebung des Instituts 58,8 Prozent der in Bayern befragten Haushalte, einen Mangel an öffentlichen E-Ladesäulen als Hindernis für den eigenen Kauf eines Elektro-Autos. Das sind etwas mehr als im Bundesdurchschnitt (56,0).

Bundesweit ist der Bestand an Elektro-Autos laut KfW in den vergangenen zwei Jahren dreimal stärker gewachsen als die Anzahl der öffentlichen Ladesäulen. „Die Ladeinfrastruktur muss nun mit der dynamischen Entwicklung bei den Elektroautos Schritt halten, um den Umstieg auf die Elektromobilität attraktiv zu machen“, forderte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib.

Auch die IHK für München und Oberbayern ist mit der Ladeinfrastruktur nicht zufrieden. „Unsere Unternehmen schildern regelmäßig, dass vor allem die fehlenden Ladesäulen der größte Grund sind, warum sie sich keine E-Fahrzeuge anschaffen“, sagte Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. „Wenn wir es wirklich ernst meinen mit einem Umstieg auf E-Mobilität aus regenerativen Energien und Alternativen zu fossilen Energieträgern für Privatleute und Unternehmen, dann braucht es zügig eine flächendeckende Ladeinfrastruktur - und das nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum und am besten europaweit.“

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