Einsatzbilanz zum Fußballspiel

EM-Spiel in München: Polizei stoppt ungarische Hooligans

Circa 1.500 Polizeikräfte waren gestern wegen dem Fussballspiel Deutschland gegen Ungarn in München im Einsatz.
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Circa 1.500 Polizeikräfte waren gestern wegen dem Fussballspiel Deutschland gegen Ungarn in München im Einsatz.

Gestern war das letzte EM-Gruppenspiel: Deutschland gegen Ungarn. Die Münchner Polizei verhinderte Angriffe von ungarischen Hooligans in der Allianz Arena. So war die Einsatzbilanz.

  • Gestern spielte Deutschland-Ungarn in der Münchner Allianz Arena.
  • Münchner Polizei rüstete sich für ungarische Hooligans.
  • Wie die Einsatzbilanz zum Fussballspiel war.

München - Der Polizeieinsatz anlässlich der Fußballpartie zwischen Deutschland und Ungarn (2:2) am Mittwoch in der Fußball Arena München wurde von der Münchner Polizei mit ca. 1.500 Einsatzkräften bewältigt.

Da polizeiliche Erkenntnisse über die Anreise von bis zu 2.000 ungarischen Fußballanhängern, insbesondere von darunter befindlichen 200 Anhängern von problematischeren Fangruppierungen vorlagen, wurden schon bei der Anreise nach München polizeiliche Kontrollen durchgeführt.

Im Rahmen dieser Kontrollen wurden bei ungarischen Fußballanhängern vereinzelt pyrotechnische Gegenstände aufgefunden und sichergestellt. Die Personen wurden wegen eines Vergehens nach dem Sprengstoffgesetz angezeigt. Außerdem wurden ihnen vom Deutschen Fußballbund die Tickets zu der Fußball Allianz Arena für den Spieltag entzogen.

Außerhalb der Fußball Arena konzentrierte sich ab den Nachmittagsstunden das Fanaufkommen beider Mannschaften vorwiegend auf die innerstädtischen Gastronomiebetriebe sowie auf den Bereich um den Wiener Platz, an dem eine Testmöglichkeit speziell für die ungarischen Fußballanhänger vorbereitet war.

Dort sammelten sich ab 16.00 Uhr zeitweise bis zu 600 Personen und feierten dabei lautstark ihre Mannschaft. In diesem Zusammenhang kam es auch immer wieder zur Zündung von pyrotechnischen Gegenständen, wobei einige Verursacher festgenommen werden konnten.

Schließlich wurden rund 20 Sonderbusse eingesetzt, die die dortigen ungarischen Fußballanhänger problemlos zum Fußballstadion brachten. Nur in wenigen Fällen mussten Fans ohne gültiges Ticket vor Spielbeginn am Stadion abgewiesen werden.

Ordnungsdienst und Polizei verhindern Angriff von ungarischen Hooligans

Kurz nach 19:00 Uhr skandierten ungarische Fußballanhänger homophobe Sprechchöre und versuchten gemeinsam in einen anderen Block überzuwechseln. Wenig später kam es zu einem Aufeinandertreffen der Fans beider Mannschaften in diesem Zuschauerbereich.

Dies konnte bereits in der Entstehung durch den dortigen Ordnungsdienst mit Unterstützung polizeilicher Einsatzkräfte äußerst schnell unterbunden werden. Dabei kam es aus diesem Block zu einem Flaschenwurf in Richtung der Polizeibeamten. Diese wurden dadurch nicht verletzt. Der Flaschenwerfer konnte kurze Zeit später festgenommen werden und wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Kurz vor Spielanpfiff gelangte eine Person (18 Jahre alt, aus Nordrhein-Westfalen) mit Regenbogenfahne auf das Spielfeld und wurde dort vom Ordnungsdienst festgehalten. Anschließend übergaben sie die Person an die Polizei vor Ort. Gegen die Person wurde eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstellt. Nach der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung wurde sie am Stadion entlassen. Von Seiten des Veranstalters wird nun ein bundesweites Stadionverbot geprüft.

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Ab zweiter Halbzeit: Einsatzkräfte im ungarischen Fanblock

Gegen 22:00 Uhr steuerte ein 46-Jähriger im Bereich Garching eine Drohne in die Flugverbotszone und wurde deshalb wenig später von Polizeibeamten festgenommen. Er wurde wegen eines Verstoßes gegen das Luftfahrtgesetz angezeigt.

Aufgrund der aufgeheizten Stimmung und des aggressiven Verhaltens wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit Einsatzkräfte im Block der Gastfans bereitgehalten. Kurz vor Spielende wurden zudem uniformierte Einsatzkräfte vor dem Block der ungarischen Anhänger postiert, um einen möglichen Platzsturm zu verhindern. Aufgrund der starken polizeilichen Präsenz blieb es hier jedoch entsprechend ruhig.

Der Abzug der Fans aus dem Stadion verlief danach ebenfalls ohne größere Probleme. Auch in der Münchner Innenstadt sind danach bislang keine weiteren nennenswerten Störungen bekannt geworden.

Insgesamt kam es bei dem Einsatz zu mehreren Festnahmen wegen unterschiedlicher Delikte wie z. B. Entzünden von pyrotechnischen Gegenständen, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

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Polizei München/fb

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