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Erweiterung der Grünanlage an der Xaver-Weismor-Straße in Berg am Laim

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Von: Roman Wintz

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Spielgeräte sind auf einem leeren Spielplatz zu sehen
Im Gremium wurde intensiv debattiert, ob ein rollstuhlgerechtes Karussell für 35.000 Euro angebracht sei. Die Mehrheit stimmte dafür. © CSU

Die CSU hat im Bezirksausschuss (BA) Berg am Laim die Errichtung eines rollstuhlgeeigneten Karussells und einer Boulderwand in der Grünanlage an der Xaver-Weismor-Straße beantragt – mit Erfolg.

Mit dem Antrag auf Bestellung einer städtischen Leistung, der auf Initiative von CSU-Stadtrat Fabian Ewald eingebracht wurde, sollen sowohl ein neues Angebot für Kinder entstehen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, als auch die bestehenden Klettermöglichkeiten in der Grünanlage ergänzt werden.

In der jüngsten BA-Sitzung im Dezember wurde der Antrag vom Gremium beschlossen. Der Bezirksausschuss hat sich damit bereit erklärt, die Kosten von rund 37.000 Euro aus seinem Stadtbezirksbudget zu übernehmen. Unterstützung fand der Antrag beim Kinder- und Jugendbeauftragten des BA, Christian Ebbecke (CSU): „Es freut mich, dass es an der Xaver-Weismor-Straße künftig noch mehr Spielmöglichkeiten geben wird. Das rollstuhlgeeignete Karussell ist außerdem ein wichtiger Beitrag zu mehr Barrierefreiheit in Berg am Laim.“

Doch so ganz ohne Gegenwind wurde der Antrag nicht durchgewunken, es gab auch den ein oder anderen Einwand. „Grundsätzlich finde ich das eine gute Idee. Eine Kletterwand für 2.000 Euro ist völlig in Ordnung. Bei einem Karussell für 35.000 Euro kann ich aber nicht so einfach zustimmen“, sagte Albrecht Dorsel-Kulpe (FDP). Es müsse nochmal genau drüber nachgedacht werden, wo welche Investitionen sinnvoll wären, denn die Summe für das Karussel würde immerhin über ein Drittel des BA-Budgets betragen.

Fabian Ewald, ebenfalls Vorsitzender des Ortsverbandes und stellvertretender Vorsitzender des BA fügte hinzu, dass Rollstuhlfahrer auch zum Karussell kommen müssten und dafür entsprechende Flächen benötigt würden, die im Gesamtpaket 35.000 Euro ergeben. „Ich finde traurig genug, dass wir so wenig Geld von der Stadt für behindertengerechte Spielgeräte bekommen. Zudem erachte ich die Investition in diesem Fall als sehr sinnvoll, denn auf Mülleimer kann man vorerst verzichten“, meinte Regine Ewald von der SPD. Auch Grünen-Lokalpolitiker Manuel Weiß schloss sich dem Antrag an und fügte noch hinzu, dass behindertengerechte Spielgeräte ohnehin nur minimal teurer seien, in diesem Fall käme noch die erwähnte Zugänglichkeit hinzu, die das Unterfangen so teuer mache.

Am Ende sprach sich das Gremium für Wand und Karussell aus. Ebbecke schloss mit den Worten: „Wir sind froh, die Mittel aus dem Restbudget 2021 zu verwenden, das Ende November noch fast 60.000 Euro ausmachte.“

Roman Wintz

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