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Gefahr für querende Fußgänger? Bürger fordert Zebrastreifen über Karlsfelder Straße in Feldmoching

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Von: Benedikt Strobach

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Auf Höhe der Bushaltestelle Feldmochinger See (links) würde sich Anwohner Martin Geier einen Zebrastreifen über die Karlsfelder Straße in Feldmoching wünschen.
Auf Höhe der Bushaltestelle Feldmochinger See (links) würde sich Anwohner Martin Geier einen Zebrastreifen über die Karlsfelder Straße in Feldmoching wünschen. © best

Die Karlsfelder Straße verfügt in Feldmoching über keine sichere Querungsmöglichkeit. Ein Bürger fordert daher einen Zebrastreifen nahe des Feldmochinger Sees.

Feldmoching - Wer aus München öffentlich zum Feldmochinger See gelangen will, fährt zur gleichnamigen Haltestelle mit dem Bus 172. Will man von dort über die Karlsfelder Straße zum See, muss man aufpassen. Denn: Es gibt keine sichere Querungsmöglichkeit für Fußgänger.

Gefahr für querende Fußgänger? Bürger fordert Zebrastreifen über Karlsfelder Straße auf Höhe vom Feldmochinger See

Martin Geier hat nun bei der Bürgerversammlung für den 24. Stadtbezirk einen Zebrastreifen über die Karlsfelder Straße auf Höhe der Ferchenbachstraße gefordert. „Autos stoppen hier nicht für Fußgänger und fahren oft schneller als die erlaubten 50 Stundenkilometer. Für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen ist es hier gefährlich“, erklärt der 75-Jährige.

Gerade im Sommer sei durch Badebesucher viel los. „Ein Zebrastreifen würde die Autos ausbremsen und den Übergang sicherer machen“, sagt der Feldmochinger. Die Bürger stimmten mit eindeutiger Mehrheit für Geiers Antrag. „Ich hoffe, dass das klappt. Bevor es hier noch zu einem Unfall kommt“, warnt er.

Die Situation ist der Polizei bereits bekannt. So wurden 181 Geschwindigkeitsmessungen zwischen 2018 und 2021 durchgeführt, „die im Ergebnis keinerlei Auffälligkeiten erbrachten“, erklärt Sprecher Alexander Hoschkara. Vier Verwarnungen wurden ausgestellt – bei keinem Verkehrsunfall. „Aus polizeilicher Sicht ergeben sich keine Argumente für eine Ampel oder einen Zebrastreifen“, sagt er.

Auch das Mobilitätsreferat habe das geprüft, sagt Sprecherin Christina Warta. Aber: „Eine Umsetzung war nicht möglich.“ Die pro Stunde für einen Zebrastreifen nötigen Zahlen an kreuzenden Fußgängern (50) und fahrenden Autos (300) wurden im Juli 2021 nicht erreicht. Sieben Fußgänger und zwei Radfahrer kreuzten die Karlsfelder Straße im Bereich der Bushaltestelle, sagt Warta. Man werde „die Empfehlung auf die aktuellen Umstände erneut prüfen“.

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