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Nach Bürger-Anregung: Gräfelfing will Visualisierung für geplanten Bau am Doemens-Areal erstellen lassen

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Um die Doemens Anlage gibt es Diskussionen.
Um die Doemens Anlage gibt es Diskussionen. © rea

Gräfelfinger Bürger kritisieren die Größe des geplanten Bauprojekts an der Doemens-Akademie. Eine Visualisierung soll nun die Ausmaße des Projekts verdeutlichen.

Update vom 22.06.2021

Wie kann das Areal der Doemens-Akademie in Gräfelfing so umgestaltet werden, dass dort künftig gut 40 Wohnungen entstehen? Dazu sollte zeitnah ein Bebauungsplan-Entwurf öffentlich ausgelegt werden, gefehlt hat nur die Zustimmung des Gemeinderats. Doch jetzt hat Bürgermeister Peter Köstler (CSU) das Thema wieder von der Agenda genommen. Der Grund: „Der Gemeinderat sollte genau wissen, was eine Zustimmung zu dem Entwurf bedeutet. Zum Beispiel, indem man mal visualisieren lässt, wie unsere bisherigen Überlegungen aussehen könnten.“

Doemens-Akademie: Anwohner kritisieren Größe des Bebauungsplans

Der Entscheidung vorausgegangen waren zwei Gespräche mit Anwohnern. Die kritisieren, dass die derzeit geplante Baumasse und Zahl der Wohnungen zu viel sei. „Die Straßen sind eng, es gibt kaum Parkplätze“, sagt Johannes Schmidt-Fischer. „Wir könnten uns eher 25 Wohnungen in drei Häusern vorstellen.“ Zum Bürgermeistergespräch brachten die Anwohner auch eine Visualisierung mit, die das Ausmaß des einen bisher angedachten, großen Baukörpers zeigte.

Eine solche will die Gemeinde nun selbst erstellen lassen. „Das heißt nicht, dass wir eine Reduktion der Baumasse konkret prüfen“, so Köstler. Dennoch wollen die Anwohner weitere Schritte erstmal abwarten, sich nur noch stärker vernetzten. „Jetzt ist erstmal die Gemeinde am Drücker“, so Schmidt-Fischer.

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Artikel vom 13.05.2021

Über die Neubebauung des bisherigen Doemens-Areals an der Gräfelfinger Stefanusstraße könnte ein Architektenwettbewerb entscheiden. Dafür sprachen sich neben Bürgermeister Peter Köstler (CSU) in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung mehrere Gemeinderäte aus. „Ich erhoffe mir davon eine zündende Idee“, so Wolfgang Balk (IGG). Die Pläne für die Neubebauung entstanden, da dieBrauakademie aus Platzmangel umziehen musste.

Infrage stellten mehrere Gremiumsmitglieder hingegen, was die Gemeinde dafür im Bebauungsplan festsetzen lassen will – etwa dass zwei Baukörper mit je 650 Quadratmeter Grundfläche entworfen werden sollen, die einen Abstand von neun Metern einhalten müssen. Zudem sollen die Gebäude maximal drei Geschosse und Flachdächer bekommen, aber 40 bis 45 Wohneinheiten fassen.

Doemens Anlage in der Diskussion: Anwohner wünschen weniger Wohnungen

„Da kann man ja nichts mehr gestalten“, so Martin Feldner (Grüne). „Man tut sich eine Starrheit an, bevor man weiß, wohin man will“, argumentierte auch Bauberater Bertold Ziersch im Hinblick auf verschiedene angedachte Wohnkonzepte. „Wir können aber nicht alles freigeben“, betonte Rathauschef Köstler. „Wir müssen schauen, dass wir einen Ausgleich zwischen Wohnraumschaffung und Verträglichkeit für die Anwohner finden.“Die IGG wünsche sich vor allem bezahlbaren Wohnraum.

Den sehen die Anlieger, von denen viele in der Sitzung anwesend waren, längst nicht gegeben. Man werde „alles tun“, um weniger Geschossfläche durchzusetzen, so der Tenor der Betroffenen nach der Sitzung. 40 bis 45 Wohneinheiten seien gemessen an der Umgebungsbebauung und der Verkehrssituation zu viele. Stattdessen will man der Gemeinde für das Gelände Eigentumsmodelle schmackhaft machen. Man wünsche sich zudem mehr Austausch mit den Entscheidungsträgern. Die wollen nach Pfingsten über das Thema erneut diskutieren.

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