Zusätzliches Angebot im Naherholungsgebiet

Grillstationen am Langwieder See und in Pasing gefordert

Zwischen Langwieder und Lußsee befindet sich zwar eine Grillzone, in der das Grillen erlaubt ist. Graciela de Cammerer wünscht sich aber zusätzlich eine feste Grillstation.
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Zwischen Langwieder und Lußsee befindet sich zwar eine Grillzone, in der das Grillen erlaubt ist. Graciela de Cammerer wünscht sich aber zusätzlich eine feste Grillstation.

Bezirksausschüsse und Bürger wollen feste Grills zwischen Langwieder See und Lußsee sowie auf der Schwedenwiese in Pasing. Die Stadt München sieht keinen Bedarf

Langwied - Eine weitere Grillstation wünscht sich die Obermenzingerin Graciela de Cammerer an der Langwieder Seenplatte. Zwar gebe es bereits nördlich des Lußsees einen betonierten Grill, aber de Cammerer hält ein zusätzliches Angebot zwischen Lußsee und Langwieder See für dringend notwendig.

Zusätzlicher stationärer Grill zwischen Lußsee und Langwieder See

„Ich gehe seit Jahren regelmäßig morgens schwimmen und habe dabei festgestellt, dass die Wiese bei den Beach­volleyballplätzen zwischen Langwieder See und Lußsee durch die Einweggrills, die direkt auf dem Boden stehen, verbrannt ist.“ Das ärgert de Cammerer: „Es ist schade, dass diese schöne Anlage am Langwieder See kaputt geht.“

Das Grillen zu verbieten, sei keine Lösung, denn auch die Obermenzingerin selbst grillt gerne. Aber stationäre Grills, die die Leute nutzen könnten, wären für sie die Antwort auf das Problem. In anderen Ländern sei dies an Seen und öffentlichen Plätzen gang und gäbe, meint sie. Der örtliche Bezirksausschuss unterstützt ihr Anliegen. Das Gremium hatte bereits vor einigen Wochen zudem ein weiteres Angebot in dem Naherholungsgebiet gefordert.

Langwieder See: Ausreichend Abstand der Grills zum Boden vorgeschrieben

Die Stadt München dagegen sieht keinen Bedarf. An der Langwieder Seenplatte dürften ausschließlich handelsübliche Grills mit Abstand zum Boden verwendet werden, sodass keine Gefahr für das Gras bestehe. Darüber hinaus stünden wegen der Corona-Krise derzeit keine Mittel für die Herstellung und den Unterhalt zur Verfügung. Die städtische Grünanlagenaufsicht werde die Situation aber im Auge behalten.

„Es wäre eine gute Geschichte gewesen. Und so etwas kostet doch nicht viel Geld“, bedauert de Cammerer. Als Mitglied im Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing hat sie dort gemeinsam mit ihren Kollegen einen weiteren Anlauf auf einen stationären Grill genommen: Auf der sogenannten Schwedenwiese gegenüber vom Max-Planck-Gymnasium in Pasing will das Viertelgremium einen Grillplatz schaffen.

Grillplatz für Jugendliche als Treffpunkt

„Erwachsenen und insbesondere Jugendlichen muss – auch und gerade nach den mehrmonatigen Entbehrungen in der Zeit der Corona-Pandemie – die Möglichkeit geboten werden, sich an geeigneten Orten zu treffen und auszutauschen“, so die Viertelpolitiker in einem interfraktionellen Antrag. Auch hier soll die Stadt prüfen, ob stationäre Grills aufgestellt werden können.

Unterstützung erhalten die Viertelpolitiker von Pasinger Bürgern, die bereits in der Facebook-Gruppe „Du kommst aus Pasing, wenn …“ eine Grillzone auf der Schwedenwiese gefordert hatten. Initiator Daniel Fünder wohnt in der Nähe und sagt: „Wenn der Grillplatz zustande kommen würde, wäre das für uns als Pasinger optimal, da man erst Fußball spielen kann und dann direkt daneben grillen könnte.“

Weniger Griller wünschen sich dagegen die Anwohner des Westparks.

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