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CEO-Fraud bei den Grünen in München: Polizei nimmt Mann in Köln fest ‒ Diese Masche nutzte der Betrüger

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Von: Jonas Hönle

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Die Grünen in München wurden mit der sogenannten CEO-Fraud-Masche betrogen. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Die Landesgeschäftsstelle der Grünen in München wurde Opfer eines Betrügers. Der Mann aus Köln nutzte den sogenannten CEO-Fraud. Die Polizei warnt vor der Masche.

Die Landesgeschäftsstelle der bayerischen Grünen in München ist Opfer eines Betrügers geworden. Am 04.08.2022 habe sich eine Person gegenüber einer Finanzbuchhalterin per E-Mail als deren Vorsitzender ausgegeben, teilt die Polizei am Donnerstag mit.

Der Betrüger täuschte vor, dass die Organisation eine bestehende Forderung von mehreren Tausend Euro zeitnah zu begleichen habe. Die Frau kam der Aufforderung nach und überwies das Geld auf ein deutsches Empfängerkonto.

Grüne in München Opfer von CEO-Fraud - Polizei warnt vor der Masche und nimmt Betrüger in Köln fest

Der Betrug sei bei einer Kontodurchsicht aufgefallen, teilten die Grünen mit. Sie hatten nach eigenen Angaben am 11. August Strafanzeige gestellt.

Im Rahmen der Polizei-Ermittlungen konnte ein 25-Jähriger mit Wohnsitz in Köln als Tatverdächtiger ermittelt werden.

Das Polizeipräsidium Köln konnte den Tatverdächtigen am Dienstag vorläufig festnehmen. Große Teile der ergaunerten Geldsumme seien bei ihm sichergestellt worden.

Bei der Festnahme leistete der Mann Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. Dabei wurden zwei Polizisten leicht verletzt, blieben aber weiterhin dienstfähig.

Täter benutzen diese Masche bei ihrem Betrug ‒ Polizei München warnt vor CEO-Fraud

Der Betrüger war nach Darstellung der Polizei München mit der Masche des sogenannten CEO-Frauds vorgegangen.

Unbekannte Täter geben sich dabei, nach Sammlung jeglicher Art von Information über das Ziel, als Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens aus und veranlassen einen Mitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrages auf in- oder ausländische Konten.

Die Kontaktaufnahme erfolge in der Regel über E-Mail. Diese werde durch den Täter verfälscht, sodass sie beim Mitarbeiter des Unternehmens den Eindruck erweckt, als würde es sich um den CEO des Unternehmens handeln.

Folgende Faktoren benutzen die Betrüger bei ihrer Masche:

Das interne Kontroll- und das IT-Sicherheitssystem der Landesgeschäftsstelle der Grünen sei nun umfassend überprüft worden. Die Mitarbeitenden würden im Hinblick auf Cyber-Kriminalität weiter geschult.

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