Helden aus München

Hochwasseralarm in Deutschland: So helfen Münchner in den Krisengebieten

THW-Mitarbeiter helfen in Ahrweiler und Schuld.
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THW-Mitarbeiter helfen in Ahrweiler und Schuld.

Das Ausmaß der Hochwasser-Katastrophe in Deutschland ist enorm. Wie drei Münchner THW-Ortsverbände jetzt im Flutgebiet helfen. Hallo hat mit dem Ortsbeauftragten München-Mitte gesprochen.

Zwei Kleineinheiten vom Münchner Technischen Hilfswerk sind derzeit in Rheinland-Pfalz vor Ort, unterstützen die Helfer im Hochwasser-Katastrophengebiet rund um Ahrweiler.

Hallo München hat mit dem Ortsbeauftragten München-Mitte, Max Berthold (65), gesprochen, was sie dort tun: „Ein Zugtrupp mit vier Mann, eine Bergungsgruppe mit neun Kräften ist aktuell vor Ort, zu helfen.“

Vom Bereitstellungsplatz am Nürburgring wurden sie abgerufen – mit einer zusätzlichen Räumgruppe aus Dachau. Es sind Spezialeinheiten:

„Die Führungsgruppe Kommunikation koordiniert Einsätze, der Bergungstrupp sichert Sachwerte aus sogenannten Zwangslagen, etwa Einsturzhäusern. Auch eine Leiche wurde geborgen – es wird nicht die einzige bleiben, zu viele Menschen gelten noch als vermisst.“

Ortsbeauftragter München-Mitte: Max Berthold (65).

Das Ausmaß der Schäden ist selbst für Berthold, hauptberuflich bei der Münchner Berufsfeuerwehr als Koordinator Katastrophenschutz und seit 46 Jahren beim THW München, neu:

„Ich habe 20 Auslandseinsätze hinter mir, war beim Tsunami in Thailand, auch bei Hochwasserlagen im bayerischen Umland, Simbach 2016. Aber solche massiven, großflächigen Hochwasserschäden wie jetzt im Ahrtal bei Schuld, sind selbst für mich enorm.“

Dass er, wie viele andere seiner rund 400 Münchner THW-Kollegen noch in München auf Einsatz wartet, ist dem koordinierten Ablauf im Krisengebiet geschuldet: „Ich bin wie meine Kollegen auf Stand-by.“

Urlaub plant er nicht: „Als THW-Fachmann für Trinkwasseraufbereitung kann es sein, dass ich heute, morgen oder nächste Woche abgerufen werde.“

Schon Anfang August kehrt der jetzige Hilfswerk-Zug zurück, und die Ablöse aus München ist eingeplant: „Wir rechnen damit, die nächsten zwei bis drei Monate gefordert zu werden.“ Ein ENT-Team, das Einsatz-Nachsorge-Team, ist auch schon bereit.

Die Hochwasserkatastrophe hat verherrende Folgen.

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