Klima-Aktivisten

Protest gegen IAA in München ‒ Aktionsbündnis „Sand im Getriebe“ ruft zu zivilem Ungehorsam auf

Demonstrationen gegen IAA
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Bei der Internationalen Automobil-Ausstellung in München werden Klima-Demonstrationen erwartet.

Unter dem Motto „Autokonzerne entmachten, Klima schützen!“ ruft das Aktionsbündnis zum Protest gegen die IAA in München auf. Was die Polizei dazu sagt...

  • Aktionsbündnis ruft zu Protest gegen Internationale Mobilausstellung in München auf.
  • Mit zivilem Ungehorsam will „Sand im Getriebe“ den Ablauf der IAA stören.
  • Wie die Polizei auf die Ankündigung reagiert...

„Sand im Getriebe“ ist für sie nicht nur ein Name - Das Aktionsbündnis ruft zum Protest gegen die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in München auf. Unter dem Motto „#blockIAA – Autokonzerne entmachten, Klima schützen!“ soll die Massenaktion zivilen Ungehorsams vom 8. bis zum 12. September stattfinden.

Dabei will „Sand im Getriebe“ den Ablauf der IAA blockieren. Rund um das Münchner Messegelände soll mit vielfältigen Protestformen eine ökologische und sozialgerechte Mobilitätswende jenseits des Autos gefordert werden.

Die Autoindustrie versuche zwar, ihr „zukunftsloses Geschäftsmodell am Laufen zu halten“; aber „weder unter sozialen noch unter ökologischen Aspekten sind Elektroautos eine Lösung“, sagte Lou Winters, die Pressesprecherin von „Sand im Getriebe“.

Das Bündnis fordert „eine radikale Verkehrswende“ mit autofreien Städten und kostenlosem öffentlichen Nahverkehr. Rund 100 Aktivisten der Gruppe hatten 2019 den Haupteingang der IAA in Frankfurt blockiert.

Wir steuern ungebremst auf eine Klimakatastrophe zu – trotzdem drückt Deutschland weiter aufs Gaspedal: Immer größere und dickere Autos verstopfen unseren Straßen, nehmen uns die Luft zum Atmen und heizen das Klima an. Das werden wir von Sand im Getriebe nicht zulassen. Im September stellen wir uns dem zerstörerischen Auto-Wahnsinn in den Weg.“

Lou Winters

Polizei München zu angekündigtem Protest bei der IAA

Das Polizeipräsidium München teilte auf Anfrage mit: „Unfriedlichen Protesten und Aktionen mit erheblichen Sicherheitsstörungen wird konsequent und umgehend begegnet. Rechtsverletzungen, insbesondere festgestellte Straftaten, werden verfolgt.“

Zur Gewährleistung eines sicheren Ablaufs der IAA Mobility 2021 und der der Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Gästen werde „die Münchner Polizei mit ausreichend Kräften im Einsatz“ sein und lageangepasst handeln.

Für viele Klima-Aktivisten ist es der Protest-Termin des Jahres: die Internationale Automobil-Ausstellung, die vom 7. bis 12. September in München stattfindet. Warum die Theresienwiese zum Demonstranten-Camp werden soll.

dpa/Sand Im Getriebe/jh

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