1. tz
  2. München
  3. Stadt
  4. Hallo München

Inflation in Bayern erreicht neuen Rekord ‒ Preise für Verbraucher steigen stärker als bei Ölkrise in den 70ern

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jonas Hönle

Kommentare

Eine Person vor dem Gemüse-Regal in einem Supermarkt
Die Inflation in Bayern erreicht einen neuen Rekord, die Preise für Verbraucher steigen. (Symbolbild) © Joel Carrett/dpa

Die Preise für Gas, Strom und Lebensmittel für Verbraucher steigen aufgrund der Rekord-Inflation in Bayern. Seit der Ölkrise war die Teuerung nicht so hoch.

Die Rate der Inflation in Bayern hat einen neuen Rekord erreicht. Im August stiegen die Preise für Verbraucher um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mitteilte.

Das ist höher als bei der Ölkrise im Dezember 1973. Auf deren Höhepunkt hatte die Teuerung 8,2 Prozent betragen.

Inflation in Bayern erreicht neuen Rekord - Preise für Verbraucher steigen stärker als bei Ölkrise

Preistreiber waren nach Angaben des Landesamts Heizöl und Gas, die sich um 123,8 Prozent beziehungsweise 95 Prozent verteuerten.

Kraftstoffe sind mit 20,4 Prozent und Strom mit 12,5 Prozent ebenfalls deutlich teurer als im Vorjahresmonat.

Für Verkehr müssen Verbraucher 5,2 Prozent mehr bezahlen. Der Schienenverkehr ist dagegen um 15,1 Prozent günstiger als im Vorjahr. Das Landesamt führt diese Entwicklung auf das 9-Euro-Ticket zurück.

Gas, Strom und Lebensmittel - Preise für Verbraucher steigen wegen Rekord-Inflation in Bayern

Deutlich spürbar macht sich demnach auch der Anstieg der Lebensmittel-Preise um 16 Prozent. Besonders für Molkereiprodukte und Eier (+ 28,1 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+ 19,1 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 16,0 Prozent) mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen.

Speisefette und Speiseöle schlugen sogar mit einem Plus von 42,7 Prozent im Vorjahresvergleich zu Buche.

Im Juli hatten die Fachleute noch eine Inflationsrate von 8 Prozent errechnet. Binnen eines Monats stieg der Heizöl-Preis um 3,4 Prozent, die Lebensmittel-Preise um 1,3 Prozent. Für Kraftstoffe mussten die Verbraucher dagegen im August um 2,8 Prozent weniger zahlen als im Vormonat.

Der Sommer 2022 war der zweitwärmste seit Beginn der Messungen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) und liegt beim Niederschlag-Vergleich in Deutschland vorn.

Mit dem Hallo München-Newsletter täglich zum Feierabend über die wichtigsten Geschichten aus der Isar-Metropole informiert.

Auch interessant

Kommentare