Lebenshilfe München

Inklusives Mittagsmahl - Projekt für Menschen mit und ohne Behinderung errichtet Imbiss in Giesing

Imbiss-Wagen
+
Der Imbiss-Wagen gehört Franziska Hanghofer und Stefanie Buck. Das Fahrzeug haben sie im Internet gekauft.

Rund um die Sankt-Quirin-Straße gibt es bis jetzt wenige Angebote in der Gastronomie. „Ois-Inklusiv!“ startet nun ein Imbiss-Projekt vor der Lebenshilfe München.

Es ist zwölf Uhr mittags und der Magen knurrt. Für viele Arbeitende an der und rund um die Sankt-Quirin-Straße ein Problem. Denn wer sich nichts von zu Hause mitgenommen hat, hat außer einem Bäcker keine Möglichkeit auf schnelle Nahrung. Das Projekt „Ois-inklusiv!“ des Nachbarschaftstreffs Giesing startet nun ein Pilotprojekt für Hungrige. Versuchsweise soll an den Dienstagen, 22. und 29. Juni, von 12 bis 14.30 Uhr vor dem Gebäude der „Lebenshilfe München“ ein Imbisswagen jeweils zwei warme, komplett vegane Speisen verkaufen.

„Vor Ort gibt es einige Einrichtungen für behinderte Menschen“, sagt Sven Siebert, der mit seiner Kollegin Melanie Bergzoll das Projekt betreut und die neue Essensversorgung angeleiert hat. Der Imbiss ist eine umgebaute Ape, ein italienisches Rollermobil. „Die Ape muss auf Privatgrund stehen, weil eine Essensbude auf öffentlichem Grund bei uns nicht genehmigt wird.“

Sven Siebert und Melanie Bergzoll freuen sich über den Imbiss.

Imbiss-Projekt in Obergiesing: Angebot für alle Menschen in der Umgebung angelegt

Doch richtet sich das inklusive Mittagsmahl nicht vorrangig an die behinderten Bewohner der Häuser. „Die sind in der Regel versorgt. Viele kochen zusammen in Wohngruppen, sie sollen ja möglichst selbstbestimmt leben“, so Siebert. Meist knurrt ihren Assistenten der Magen. Außerdem könnte der Imbiss Mitarbeiter der ortsansässigen Werkstätten oder die Diensthabenden der nahegelegenen Polizeiinspektion versorgen.

Die Ape gehört Franziska Hanghofer und Stefanie Buck. Das Fahrzeug haben sie im Internet gekauft. Es war schon als Imbiss ausgebaut. Hanghofer hofft nun auf Kundschaft: „Ab 50 Essen rentiert es sich für uns.“

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare