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Intensivbetten in Bayern werden knapp: Immer mehr Corona-Patienten im Krankenhaus ‒ auch Todesfälle steigen

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Ein Bett auf der Intensivstation wird für einen Corona-Patienten vorbereitet.
Ein Bett auf der Intensivstation wird für einen Corona-Patienten vorbereitet. © Sina Schuldt/dpa

Die hohe 7-Tage-Inzidenz in Bayern führt zu einem Mangel an Intensivbetten in den Krankenhäusern. Mehr als die Hälfte der Corona-Patienten müssen dort beatmet werden.

In Bayern steigen die Corona-Infektionen rasant an: Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 234,8. Durch den Anstieg herrscht auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern ein Mangel an Intensivbetten - rund 90 Prozent sind landesweit belegt.

Am Donnerstagmorgen lagen laut DIVI-Intensivregister bereits 513 Corona-Patienten auf den Intensivstationen. 274 Fälle müssen dabei invasiv beatmet werden.

Auch die Zahl der Corona-Todesfälle ist in Bayern derzeit sehr hoch: Das RKI meldete 38 neue Sterbefälle im Freistaat.

Der Mangel an Intensivbetten in den Krankenhäusern bereitet Sorgen. In mehrere Landkreisen und Städten in Bayern stehe die Überlastung im Winter wegen Corona bevor.

90 Prozent der Intensivbetten in Bayern sind mit Corona-Patienten belegt

In München liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 119,6, im Landkreis bei 175,0.

Im Landkreis Miesbach stieg die sieben-Tage-Inzidenz auf einen neuen deutschlandweiten Höchstwert von 715,7 Infektionen pro 100 000 Einwohner. Fünf bayerische Landkreise haben mittlerweile eine Inzidenz von 500 überschritten und liegen damit weit über dem Bundesdurchschnitt von 154,5.

Als ein Grund gilt in den Krankenhäusern die unterdurchschnittliche Impfquote in Süddeutschland. In Norddeutschland sind die Impfquoten höher, dort ist auch die Lage in den Krankenhäusern derzeit weniger kritisch.

Bayern hatte am Mittwoch wegen des raschen Anstiegs der Corona-Zahlen eine Verschärfung der Maßnahmen für Schulen und die Krankenhaus-Ampel beschlossen

dpa/lby/divi/jh

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