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Nach Protest der „Letzten Generation“ in München ‒ Klima-Aktivisten nach Aktion in Präventivhaft

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Von: Jonas Hönle

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Verkehr auf der Autobahn A9 bei München.
Wegen Protest-Aktionen von Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ kommt es auf der Atobahn A9 und A96 nach München zu Staus. (Symbolbild) © Lino Mirgeler/dpa

Am Dienstag verursachte die „Letzte Generation“ mit ihren Aktionen Stau auf der Autobahn A9 und A96. Mehrere Klima-Aktivisten sitzen nun in Präventivhaft.

Update: 07. Dezember

Klima-Aktivisten nach Protest in München in Präventivhaft

München ‒ Nach den gestrigen Protest-Aktionen der „Letzten Generation“ in München befinden sich vier Klima-Aktivisten nach Angaben der Polizei in Präventivhaft.

Die vier Aktivisten hätten sich am Dienstag bei Aktionen der Gruppe an der Garmischer Straße auf der Straße festgeklebt.

Laut Polizei wurde in der Folge wurde noch am gleichen Tag bei diesen Personen eine richterliche Entscheidung durch einen Ermittlungsrichter über den polizeilichen Gewahrsam ausgesprochen. In zwei Fällen wurde dabei die beantragte Dauer von fünf Tagen bis zum 11.12.2022 bestätigt. In den anderen beiden Fällen ging der Ermittlungsrichter über die beantragte Dauer von ebenfalls fünf Tagen hinaus, da hier eine beharrliche Wiederholung festgestellt wurde. Er ordnete daraufhin den Gewahrsam bis zum 05.01.2023 an.

Wegen den Protesten am Dienstag war es unter anderem auf der Autobahn A9 und der Autobahn A96 zu Staus gekommen. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 50 Beamten im Einsatz.

Klima-Aktivisten blockieren den Flughafen München. Personen haben sich bei einem Protest auf der Landebahn festgeklebt. Probleme im Luftverkehr erwartet...

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Update: 16.14 Uhr

München ‒ Wegen mehreren Protest-Aktionen von Klima-Aktivisten kam es heute in München zu Staus und Behinderungen im Verkehr. Mehrere Personen hatten sich dabei auch auf der Straße festgeklebt. Die Polizei rückte zu mehreren Einsätzen aus.

Stau und Behinderungen im Verkehr in und um München wegen Protest-Aktionen von Klima-Aktivisten

Gegen 08 Uhr traf die Polizei auf Klima-Aktivisten an der Garmischer Straße (Fahrtrichtung Donnersberger Brücke) auf der Zufahrt von der Ammerseestraße. Vier Personen hatten sich auf der Straße festgeklebt. Eine weitere Person hatte sich an eine auf der Straße festgeklebten Personen mit den Händen geklebt. Eine weitere Person saß daneben.

Die Polizei beendete die unangemeldete Versammlung und löste die Aktivisten von der Straße. Sie erwartet unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr und wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Bei vier Beteiligten prüft die Polizei einen Antrag auf Präventivhaft.

Durch die Aktion kam zu es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn A96 mit einem Rückstau bis zur Ausfahrt Gräfelfing. Die Verkehrssperren wurden um 11:00 Uhr wieder aufgehoben.

Polizei München löst festgeklebte Klima-Aktivisten von Straße

Gegen 10:25 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass sich im Bereich der Abfahrt der Garmischer Straße (Fahrtrichtung Luise-Kiesselbach-Platz) oberhalb vom Tunnel an der Ecke Preßburger Straße mehrere Personen aufhalten, die sich dort festkleben wollen.

Die Einsatzkräfte traf vor Ort auf fünf Aktivisten, zwei klebten auf der Straße. Zwei weitere Personen waren mit den Händen zusammengeklebt. Die fünfte Person hatte sich allein dazu gesetzt, ohne sich festzukleben.

Die Polizei löste die festgeklebten Personen gegen 12.15 Uhr und brachte sie auf die Wache. Auch hier folgen nun die entsprechenden Ermittlungen.

Klima-Aktivisten bei Protest auf Schilderbrücken an der A9 und A96 in München

Um 07:35 Uhr ging bei der Polizei eine Meldung ein, dass sich eine Person an der A9 Fahrtrichtung München im Bereich der Ausfahrt Fröttmaning Süd auf einer Schilderbrücke befinden würde. Als die Polizei eintraf, hatte sich die Person dort festgeklebt. Sie konnte bis 09:30 Uhr abgelöst und zur weiteren Sachbearbeitung zu einer Polizeidienststelle gebracht werden.

Der Verkehr konnte verlangsamt weiterlaufen. Kurzzeitig musste die Fahrbahn stadteinwärts gesperrt werden.

Gegen 07:45 Uhr ging beim Notruf die Meldung ein, dass sich eine Person auf einer Schilderbrücke am Mittleren Ring zwischen Luise-Kiesselbach-Tunnel und der Abfahrt zur A96 befinden würde. Die Person hatte sich nicht angeklebt und wurde mit Unterstützung der Feuerwehr gegen 10:30 Uhr heruntergebracht. Sie wurde zur weiteren Sachbearbeitung zu einer Polizeidienststelle gebracht.

Bei beiden Aktionen besteht jeweils der Verdacht auf einen Hausfriedensbruch.

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Stau in und um München: Klima-Aktivisten protestieren auf A9 und A96 ‒ Polizei ermittelt nach Protest-Aktion

Erstmeldung: 06. Dezember

München ‒ Wegen weiteren Protest-Aktionen der Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ kommt es am Dienstag zu Staus in und um München.

Stau auf Autobahn A9 und A96 nach München wegen Protest von Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“

Mehrere Personen stiegen auf Schilderbrücken an den Autobahnen A9 und A96, teilt die Polizei München mit. Einsatzkräfte seien vor Ort.

Laut ADAC kam es auf der A96 zwischen Gräfelfing und München-Sendling und auf der A9 zwischen Garching-Süd und München-Fröttmaning Süd zu Kilometer langen Staus.

Polizei München ermittelt nach Aktion am Stachus - Präventivhaft beantragt

Schon am Montag hatten Aktivisten der Gruppe an beiden Autobahnen durch Protest-Aktionen auf Schilderbrücken den Verkehr behindert. Zudem klebten sich einige Menschen wie zuvor angekündigt am Stachus in der Innenstadt auf die Straße.

Gegen die Teilnehmer am Stachus wird nach Angaben der Polizei nun wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ermittelt, berichtet die dpa. Gegen die sieben Aktivisten, die an den Aktionen am Montag auf der A9 und A96 beteiligt waren, werde zudem wegen Hausfriedensbruchs und teils wegen Sachbeschädigung ermittelt. Gegen vier von ihnen sei beim Amtsgericht München zudem Präventivhaft beantragt worden.

Eine Sprecherin der Gruppe „Letzte Generation“ verteidigte indes die Protestaktionen gegen Kritik. „Wir machen das überhaupt nicht zum Spaß“, sagte die Sprecherin dem Radiosender Bayern 2 (radioWelt am Morgen). Aber über Klimapolitik müsse diskutiert werden. „Alle Leute müssen sich darüber unterhalten“, sagte die Sprecherin. „Und diese Empörung führt halt dazu, dass Leute sich aktiv damit auseinandersetzen und sich damit auch positionieren.“

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