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Kliniken in der Krise: Kosten-Explosion bedroht Versorgung ‒ Experten in München fordern Maßnahmen vom Bund

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Von: Jonas Hönle

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Ein Patient liegt in einer Münchner Klinik am Tropf. Um ihren Gesundheitsaufgaben weiter nachgehen zu können, hoffen vor allem private Krankenanstalten auf finanzielle Hilfen.
Versorgung in Krankenhäusern droht Zusammenbruch wegen Krise. (Symbolbild) © dpa/Sven Hoppe

Wegen der Explosion der Kosten in der Energie-Krise stehe die Versorgung in Bayerns Krankenhäusern vor dem Zusammenbruch. Was Experten vom Bund fordern...

„Die Kostenexplosion trifft die Kliniken mit voller Wucht“ - Die Krankenhäuser in Bayern fürchten, dass die Gesundheitsversorgung angesichts der aktuellen Krise zusammenbrechen könnte.

Gesetze, die der Bund dringend anpassen müsse, verhinderten, dass Kliniken die hohen Kosten ausgleichen könnten, sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Roland Engehausen, am Donnerstag in München.

Kliniken in Bayern in der Krise - Kosten-Explosion bedroht Versorgung

Engehausen forderte für die Krankenhäuser einen Inflationsausgleich in Form von vier Prozent Aufschlag auf alle Krankenhaus-Rechnungen. Danach müssten die Kliniken in die Lage versetzt werden, „ohne jeden Deckel“ über einen Ausgleich zu verhandeln.

Problematisch seien vor allem die steigenden Energie-Preise, für die es keine Umlage gebe. Auch Medizinartikel würden immer teurer. Die derzeitige Gesetzeslage verhindere jedoch, dass die Krankenhäuser mit den Kassen überhaupt über einen Ausgleich verhandeln dürfen, sagte Engehausen.

In diesem Jahr dürften die Kliniken die Kosten je Behandlung lediglich um 2,3 Prozent anheben, während sogenannte Sachkosten im Schnitt um 8 Prozent gestiegen und die Energiekosten sich mehr als verdoppelt hätten.

Der Geschäftsführer der München Klinik, Axel Fischer, sagte, die Krankenhäuser seien seit Längerem in einer Krise. Das Personal arbeite unter hoher Last. „Wir sind im Moment in einer Mangelwirtschaft.“

Anders als private Unternehmen könnten Krankenhäuser ihr Angebot jedoch nicht einfach verkleinern und auf lukrativere Angebote verlegen.

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