Ab Herbst?

Ende für kostenlose Corona-Schnelltest ‒ Bayerns Gesundheitsminister Holetschek lässt Zeitpunkt noch offen

Corona-Schnelltest-Zentrum in München.
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Kostenlose Corona-Schnelltest stehen vor dem Ende.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek ist für ein Ende der kostenlosen Corona-Tests, der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Wer für Schnelltests weiterhin nicht zahlen soll...

  • Die Corona-Schnelltest sollen nicht länger kostenlos bleiben.
  • Bayerns Gesundheitsminister Holetschek lässt Zeitpunkt aber noch offen.
  • Wer weiterhin nicht für einen Test zahlen soll...

Das Bundesgesundheitsministerium will ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger und schlägt den 11. oder 18. Oktober vor. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) befürwortet den Vorschlag, will sich jedoch auf keinen Zeitpunkt festlegen.

„Ich unterstütze den Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, Corona-Schnelltests zum gegebenen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe kostenpflichtig zu machen“, sagte Holetschek, Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, der Deutschen Presse-Agentur in München. Er betonte aber: „Über den genauen Zeitpunkt wird noch auf Bund-Länder-Ebene in der Gesundheitsministerkonferenz zu beraten sein.“

Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Bericht des Bundesgesundheitsministerium, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach soll es aber weiterhin kostenlose Corona-Schnelltests für Personen geben, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wie Schwangere oder Unter-18-Jährige.

Ende für kostenlose Corona-Test - Genauer Zeitpunkt noch offen

Holetschek unterstützt dieses Vorgehen. „Wenn Bürgerinnen und Bürger absehbar die Chance hatten, ein Impfangebot zu bekommen oder ein Angebot sogar selbst ausgeschlagen haben, sollten sie sich nicht weiter auf Kosten der Solidargemeinschaft freitesten können“, sagte er.

Es solle aber weiterhin niemand für einen Test zahlen müssen, der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könne oder bei dem ein akuter Corona-Verdacht bestehe. Niemand dürfe unverschuldet auf Kosten sitzen bleiben.

Testen ist kein Luxus, wenn es notwendig ist. Gratis-Tests für Impfverweigerer oder Impfmuffel sollte es aber nicht dauerhaft geben(...) Es kann und darf nicht sein, dass die Freiheit des Einzelnen, sich nicht impfen zu lassen, von allen Mitgliedern der Solidargemeinschaft finanziert wird

Klaus Holetschek

Holetschek argumentierte zudem, viele Menschen hätten bisher einfach nicht den Anlass gesehen, sich mit den Risiken und Chancen einer Impfung gegen das Coronavirus auseinanderzusetzen - „da sie sich einfach kostenlos testen lassen konnten, um einen entsprechenden Testnachweis zu erhalten“. „Eine Kostenpflichtigkeit würde viele veranlassen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.“

dpa/jh

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