Danke für die Blumen

Landesgartenschau soll nach Neuperlach kommen

Ein Gärtner gießt mit einem Gartenschlauch die Wiese und Blumen
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Selbstbewusst engagiert sich der Bezirksausschuss für die erste Landesgartenschau in München.

Erhobenen Hauptes möchte der 16. Stadtbezirk sein Vorhaben, die Landesgartenschau in den Münchner Osten zu holen, in Angriff nehmen. Sollte die Entscheidung auf Neuperlach fallen, brauchen die Bürger Geduld.

Blühende Wiesen, duftende Blumen und zwitschernde Vögel – so wünscht sich die CSU aus Ramersdorf-Perlach die Landesgartenschau in ihrem Stadtteil. Im Antrag der Christsozialen heißt es, das Baureferat sowie das Referat für Stadtplanung und Bauordnung mögen eine Bewerbung prüfen. Es sei auch eine Erweiterung auf den Stadtbezirk Trudering sowie die Gemeinde Neubiberg denkbar.

„Zielsetzung soll sein, die vorhandenen Grünflächen miteinander zu vernetzen und konzeptionell-landschaftsgestalterisch aufzuwerten. Dabei sollen bestehende Strukturen aufgegriffen und einbezogen werden.“ Abweichend vom Konzept bisheriger Landesgartenschauen soll sie mindestens für Münchner Bürger kostenlos sein und nicht als abgeschlossenes Areal funktionieren, sondern als Erlebnisraum, heißt es weiter im Antrag.

Begründet wird dieser damit, dass eine Landesgartenschau landschaftsplanerische und gärtnerische Kompetenz und einen Imagegewinn zusammenbringen würde. Mit ihr könne ein Exempel statuiert werden, wie am Stadtrand industrielle Prägung, Wohnnutzungen, Freizeitwert, ökologische Vielfalt und urbane Stadtgestaltung vereint werden könnte. Sie wäre auch als Abschluss für die Stadtsanierung Neuperlach denkbar.

Josef Sebald von den Grünen schlug in der vergangenen Sitzung des Bezirksausschusses (BA) eine Erweiterung des Antrags im Sinne seiner Partei vor: „Zugleich soll die Landesgartenschau auch der aktuellen Klimaveränderung und der Förderung der Biodiversität und der Nachhaltigkeit verpflichtet sein und dafür Lösungsmöglichkeiten anbieten. Uns ist wichtig, dass der ökologische Aspekt noch stärker betont wird.“ Fraktionssprecher der CSU, Simon Soukup, stimmte dieser Erweiterung des Antrags zu. So viel Einigkeit gab es im BA vermutlich lange nicht.

BA-Chef Thomas Kauer (CSU) äußerte sich wie folgt zum Thema: „München hatte noch nie eine Landesgartenschau, wir wären also jetzt dann mal dran. In letzter Zeit haben wir überwiegend problembehaftet diskutiert und mit diesem Antrag wollen wir ein Zeichen setzen. Es geht darum, Kompetenzen zusammenzuspannen. Dass man auch mal einen Pfad der Stadtentwicklung nehmen kann, der auf bestehenden Strukturen aufsetzt und nicht von einem Landschaftsarchitekten durchgestylt wird. Wir sollten uns nicht verzwergen, sondern die Brust raus, Kinn hoch und motiviert an die Sache rangehen und uns nicht nur als Anhängsel der Stadt betrachten.“

Als Örtlichkeiten stellt sich die CSU zum Beispiel Flächen entlang des Waldes über den Grünzug „Im Gefilde“, aber auch innerhalb des Waldes (Stichwort Kiesgrube Roth) vor. Sie seien Erholungsraum, Lebensraum und Frischluftschneise, daher gelte es, sie dauerhaft zu sichern. Wie die Chancen stehen, ist noch offen. Fällt die Wahl auf Neuperlach, kommt dafür die Zeit Ende der 2020er- Anfang der 2030er-Jahre infrage.

Roman Wintz

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